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Ausland

Sterbehilfe­organisation startet Telefon-Hotline zu Selbstmord

Mittwoch, 4. Mai 2011

London – Eine Ratgeber-Hotline zum Thema Selbstmord hat die britische Organisation "Compassion in Dying“ (Mitgefühl beim Sterben)angekündigt. Man wolle im Gespräch die Rechte und Wahlmöglichkeiten von Sterbewilligen ausloten, nicht aber Ratschläge zur Selbsttötung geben, sagte die Verantwortliche, Sarah Wootton, der Tageszeitung Daily Mail vom Mittwoch. 

„Compassion in Dying“ ist dem Bericht zufolge ein Ableger der Sterbehilfeorganisation „Dignity in Dying“ (Würde beim Sterben), die für ein Recht zu sterben eintritt. Ziel der Hotline sei es, „Patienten und betroffene Angehörige zu unterstützen“ und für „mehr Wahlmöglichkeiten beim Sterben zu werben“, so Wootton. 

Beihilfe zum Suizid ist in England ein Straftatbestand, der mit bis zu 14 Jahren Haft belegt werden kann. Obwohl mehr als 100 todkranke Briten in den vergangenen zehn Jahren ihr Leben in ausländischen Kliniken beendeten, wurde niemand wegen Sterbehilfe strafrechtlich verfolgt.

2008 scheiterte die schwer kranke Britin Debbie Purdy (45) mit einem Gesuch zur gesetzlichen Klärung. Sie wollte Straffreiheit für ihren Mann erreichen, wenn er Beihilfe zum Selbstmord leiste. Der Oberste Gerichtshof wies das Anliegen zurück. © kna/aerzteblatt.de

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