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Medizin

Sklerodermie als Risikofaktor für Arteriosklerose

Freitag, 13. Mai 2011

Hong Kong – Systemische Sklerose ist ein unabhängiger Risikofaktor für mittlere bis schwere Koronarverkalkung oder Arteriosklerose. Das berichten Wissenschaftler um Mo Yin Mok von der University of Hong Kong. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Arthritis and Rheumatism (DOI: 10.1002/art.30283).
Die systemische Sklerose, auch bekannt als Sklerodermie, ist eine Bindegewebskrankheit, die durch sklerosierende Hautveränderungen, das Raynaud-Phänomen und organische Fibrosen gekennzeichnet ist.

In der aktuellen Studie untersuchten die Wissenschaftler 53 Personen mit Sklerodermie und 106 gesunde Kontrollpersonen, um deren so genannte Koronararterien Calcium-Scores und kardiovaskuläre Risikofaktoren zu bewerten. Bei den Sklerodermie-Patienten maßen die Wissenschaftler außerdem die Krankheitsaktivität, mithilfe der Antiphospholipid-Antikörper und des CRP.
 

So fanden die Forscher heraus, dass 57 Prozent der Personen mit Sklerodermie eine mittlere bis schwere Koronarverkalkung aufwiesen, im Vergleich zu 29 Prozent der Kontrollpersonen. Die Studienteilnehmer mit Sklerodermie hatten außerdem wesentlich niedrigere LDL- und HDL-Cholesterinwerte und einen niedrigeren Blutdruck als die gesunden Probanden. Etwa ein Drittel der Teilnehmer mit Sklerodermie war außerdem untergewichtig.

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Die Studie zeigte auch, dass die Sklerodermie ein unabhängiger Risikofaktor für die Koronararterienverkalkung war. Je länger die Krankheit andauerte, desto schwerer war die Arteriosklerose.

Sklerodermie-Patienten haben der Studie zufolge ein elf-fach erhöhtes Risiko für eine schwere Koronararterienverkalkung – auch nach der Anpassung weiterer Risikofaktoren, so die Wissenschaftler.

Weitere Studien sollen modifizierbare Faktoren der Erkrankung erforschen, um die Koronararterienverkalkung in dieser Bevölkerungsgruppe positiv zu beeinflussen oder gegebenenfalls zu verlangsamen. © hil/aerzteblatt.de

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