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Ausland

Acht Prozent der Europäer nehmen Antidepressiva

Dienstag, 21. Juni 2011

Bonn – Rund acht Prozent aller Europäer nahmen im vergangenen Jahr Medikamente gegen Depressionen. Besonders verbreitet ist die Einnahme in der Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren. Darauf weist eine aktuelle Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn hin, die auf der Befragung von 30.000 Europäern in 27 Ländern basiert.

„Gemessen an Wohlstand und Sicherheit ging es den Europäern nie besser als heute. Dass trotzdem so viele Menschen mit Chemie nachhelfen müssen, um glücklich zu sein, sollte uns zu denken geben“, sagte Andrew Oswald, einer der Autoren der Studie.
 

Am häufigsten greifen die Portugiesen zu Antidepressiva (16 Prozent), am seltensten die Griechen (drei Prozent). In Deutschland liegt der Verbrauch mit fünf Prozent unter dem EU-Durchschnitt, obwohl die Deutschen bei der Lebenszufriedenheit im unteren Mittelfeld rangieren.

In allen Staaten leiden die Menschen im mittleren Alter besonders häufig unter Depressionen. Das deckt sich mit Studien zur Lebenszufriedenheit, die bei Endvierzigern am geringsten ist. „Warum es zu diesem Knick kommt, ist wissenschaftlich noch nicht belegt“, so Oswald. Zu den nachweisbaren Risikofaktoren für psychische Erkrankungen zählten Scheidung und Arbeitslosigkeit.

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© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #112539
heueka47
am Montag, 11. Juli 2011, 15:32

Acht Prozent der Europäer nehmen Antidepressiva

Die tiefere Ursache dieser besorgniserregenden Entwicklung ist die "Kollektive (Zivilisations-)Neurose / Krankheit der Gesellschaft" (siehe E. Fromm, C. Mevers, W. Kütemeyer u.v.a.), welche naturgemäß aus eigener Betroffenheit und Beeinträchtigung von den meisten "Fachleuten" verdrängt, ausgeblendet, verleugnet wird.

WIRKLICH glücklich übrigens können - grobstoffliche - Medikamente nicht machen - das kann allein ein zur höheren Dimension gewandeltes - feinstoffliches - Bewußtsein.

Uns allen: Gute Besserung!
Avatar #101614
KClemens
am Mittwoch, 22. Juni 2011, 15:18

Hilfe für Herrn Oswald

Herrn Oswald kann geholfen werden, einfach mal die Arbeitslosigkeitsstatistiken dagegen legen.

Denn in allen Staaten sind aus Sicht der Arbeitgeber die Menschen im mittleren Alter entweder schon lange zu "alt" um zu arbeiten, oder haben die Arbeitslosigkeit schon vor Augen.
Avatar #108934
harlekin2000
am Dienstag, 21. Juni 2011, 18:31

Livestyldrugs

So nannte man die Pillen noch vor einigen Jahren. Und nach Lesart der Pharmavertreter haben 40 Prozent der Bevölkerung eine Depression 20 Prozent einen Angststörung, 20 Prozent ADHD, 15 Prozent ein Aspergersyndorm und 5 Prozent eine Schizophrenie. So stellt sich nur noch die Frage, zu welcher Gruppe ich gehöre. Vielleicht der dementen?
LNS

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