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Rheumatologen warnen vor unnötigen Operationen bei Rückenschmerzen

Donnerstag, 28. Juli 2011

München – Röntgen und andere bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) verursachen bei Patienten mit nichtspezifischen Rückenschmerzen nicht nur erhebliche Mehrkosten, sie können auch unnötige Operationen veranlassen. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) im Vorfeld ihres Jahreskongresses vom 31. August bis 3. September in München hingewiesen.

Laut DGRh hat eine vergleichende Studie ergeben, dass nach Röntgen oder MRT 5,2 Prozent der Patienten operiert wurden. Beim Verzicht auf die Untersuchungen waren es nur 2,1 Prozent. „Die Behandlungsergebnisse nach zwölf Monaten waren aber in beiden Gruppen gleich”, erklärte Elisabeth Märker-Hermann von der DGRh. Röntgen oder andere bildgebende Verfahren seien nur erforderlich, wenn Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung vorlägen.

„Wir raten den Ärzten deshalb, zunächst auf Röntgen oder MRT zu verzichten und die Arbeitsdiagnose des nichtspezifischen Rückenschmerzes weiter zu verfolgen”, so Märker-Hermann. Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass sich eine ernste Erkrankung ausschließen lasse.

„Es ist deshalb wichtig, bei Anamnese und Erstuntersuchung auf Warnsignale zu achten, die eine sofortige Operation oder andere Therapien notwendig machen“, sagte die Expertin. Nichtspezifische Rückenschmerzen bessern sich der DGRh zufolge in den meisten Fällen ohne eine Operation, andere Eingriffe oder eine Physiotherapie. Schmerzmittel und die Ermutigung, in Bewegung zu bleiben, seien die wichtigsten Behandlungsempfehlungen im akuten Stadium. © hil/aerzteblatt.de

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