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Hochschulen

Ärzte untersuchen Kinder auf Volkskrankheiten

Donnerstag, 25. August 2011

Leipzig – Mit einer umfassenden Studie wollen Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig den Ursachen für Volkskrankheiten auf die Spur gehen. Dazu sollen ab September mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche untersucht werden. „Um einen Überblick über die Gesamtbevölkerung zu bekommen, werden dazu ganze Schulklassen eingeladen“, sagte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Wieland Kiess, am Donnerstag.

Die Wissenschaftler wollen herausfinden, wie sich Volkskrankheiten bereits im Kindesalter bemerkbar machen. Schon bei Kindern und Jugendlichen seien Übergewicht oder Depressionen festzustellen, sagte der Leiter der Studienambulanz des Projekts, Andreas Hiemisch.

In einer seit März laufenden Pilotstudie seien bereits die ersten 519 Probanden untersucht worden. Durch den Vorlauf sollten die Schwächen des groß angelegten Tests vorab behoben werden.

Spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen würden bereits im Kindesalter angelegt, sagte Heimisch. Bei Erwachsenen ließe sich eine Arteriosklerose anhand von Kalkablagerungen in den Adern nachweisen. Bei Kindern seien bestimmte Veränderungen der Haut allerdings nur schwer feststellbar, obwohl diese zu der Erkrankung führten.

Stadt an Daten interessiert
Durch die Messung von Stresshormonen in den Haaren der Kinder und Jugendlichen soll gezeigt werden, wie sich psychische Störungen entwickeln. Nach Angaben der Ärzte werden bei der Studie nicht nur medizinische Daten erhoben. Das soziale Umfeld der Kinder werde untersucht, um Rückschlüsse der sozialen Herkunft auf die Entwicklung von Krankheiten zu ziehen.

Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian erklärte, die Stadt sei sehr an den Daten interessiert, da man dadurch Aussagen über die konkrete Situation der Kinder und Jugendlichen in Leipzig bekomme. Dies ließe dann den gezielten Einsatz von Präventions- und Interventionsprogrammen zu.

 

 

 

Nach Angaben von Kiess ist die Studie auf eine Dauer von zehn Jahren angelegt. Zum Ende des Untersuchungszeitraums sollten noch mindestens 60 Prozent der Kinder, Jugendlichen und dann jungen Erwachsenen dabei sein, sagte er. Er sei optimistisch, weil Leipzig nur eine sehr geringe Wegzugsquote habe und deshalb nur ein geringer Schwund bei den Teilnehmerzahlen zu verzeichnen sein werde.dapd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  © dapd/aerzteblatt.de

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