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Ärztlicher Arbeitskreis warnt vor Fluglärm

Montag, 29. August 2011

Mainz – Vor den Gesundheitsrisiken durch Fluglärm hat ein neuer Arbeitskreis mit Ärzten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz gewarnt. Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz unterstützt die Initiative.

Danach begünstigt Fluglärm Bluthochdruck und seine kardiovaskulären Folgen. Er sei damit eine wirkliche Gesundheitsgefahr. Das Risiko sei dosisabhängig: Je mehr Lärm, desto höher sei der Blutdruck bei Betroffenen und umso mehr blutdrucksenkende Arzneimittel müssten Ärzte verordnen. Diese Blutdrucksteigerungen seien unabhängig davon, ob der Betroffene, der Fluglärm ausgesetzt sei, gerade schlafe oder wach sei, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Fluglärm unterscheide sich wesentlich von anderen Lärmarten. Er wirke von allen Seiten, so dass die Betroffenen innerhalb eines Gebäudes nicht ausweichen könnten. Wegen seiner wechselnden Struktur sei er außerdem belastender als andauernder Lärm.

Die gesetzlichen Grenzwerte lägen weit oberhalb der Belastungen, bei denen bereits ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bestehe. Der Arbeitskreis fordert, bei jeder Neuanlage oder Erweiterung eines Flughafens die verschiedenen Interessen sachgerecht abzugleichen.

„Aufgrund der verfügbaren Daten ist unter anderem ein komplettes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und ein aktiver Schallschutz an allen Flughäfen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung generell erforderlich“, hieß es aus dem Arbeitskreis. © hil/aerzteblatt.de

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Semek
am Montag, 26. September 2011, 11:06

Endlich ein Schritt in die richtige Richtung

Ich begrüße das Engagement der Ärzte, denn der Gesundheitsschutz der Bevölkerung soll die höchste Priorität haben und über jägliche politisch-wirtschaftliche Interessen stehen.
Es ist eine sehr hoche Verantwortung dem Mensch gegenüber und erfordert auch von den Ärzten in dem heutigen privatwirtschaftlich-politisch gewebten Netz sehr viel Courage.
Die Herz-Kreislauferkrankungen in den betroffenen Gebieten nehmen zu und deren Zusammenhang mit dem Fluglärm läßt sich nicht mehr von der Hand weisen. Wie gesundheitsschädlich der Fluglärm ist, haben bereits mehrere Gutachten u.a. von Herrn Dr. Greiser bewiesen.
Der Fluglärm ist und bleibt für die Gesundheit gefährlichIch. Daher würde ich hier auch begrüßen, wenn sich einige Kommentargeber zunächst mit der Materie etwas vertraut machen würden (z.B. in einer Fluglärmschutzgemeinschaft), bevor sie hier ihre Meinung äussern.
Fluglärmgegner
am Samstag, 24. September 2011, 12:27

"Sachgerechter Interessenabgleich" - was soll das bringen?

Von einem ärztlichen Arbeitskreis für besseren Schutz vor Fluglärm hätte ich eigentlich eine treffendere Formulierung erwartet...denn mit dem Argument des sogenannten Interessenausgleichs ziehen auch immer unsere Verkehrspolitiker durch die Lande. Dabei geht es denen allerdings nur darum, der Öffentlichkeit mal wieder kräftig Sand in die Augen zu streuen um dann umso erfolgreicher die Lobby-Interessen der Flugbetriebsbraanche bedienen zu können.
Also, liebe Doktoren, wie wär's denn mit Einforderung des Grundrechts auf ein gesundes, von unzumutbaren Lärmbelastungen freien Lebens, wie es sich aus Art. 2 Abs. 2 S.1 GG ableitet?
chinchin
am Dienstag, 30. August 2011, 19:54

Ach, übrigens....

Die Bahnstrecken dürfen rund um die Uhr befahren werden, denn die machen keinen Lärm! Laut Aussage der DB geben die Züge nur Geräuschemissionen ab.....
Außerdem dürfen Millionen Liter Benzin, Kerosin, Diesel usw. den ganzen Tag und Nacht auf den Schienen in Wohngebieten mit Gleisen stehen, während ein Gefahrgut-LKW-Fahrer von der Polizei bestraft wird, wenn er sich kurz was zu Essen holt. "Viel Spaß" dem medizienischen Personal die die Zuganhänger in Brand geraten..........
Mathilda
am Montag, 29. August 2011, 19:59

Oh ja, gute Idee!

Dann müssen natürlich auch alle Autobahnen von 22 bis 6 Uhr stillgelegt werden. Desgleichen alle Bahnstrecken. Rummelplätze öffnen nur noch bis 22 Uhr, Discotheken auch. Alle Städte klappen die Bürgersteige hoch sprich: schließen ihre Straßen - Straßenlärm ist schließlich das gleiche Problem. Wer noch mehr Lärm "findet", melde sich bitte - Oh, was für eine himmliche Ruhe!

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