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Demenz kann jährliche Kosten von mehr als 40.000 Euro verursachen

Mittwoch, 31. August 2011

Hamburg – Die durchschnittlichen durch Demenz verursachten Kosten liegen im leichten Krankheitsstadium pro Patient bei rund 15.000 Euro jährlich und steigen bei schwerer Demenz auf rund 42.000 Euro pro Jahr. Die höheren Kosten resultieren in erster Linie aus dem steigenden Pflegebedarf bei fortgeschrittener Krankheit. Die Ausgaben für Medikamente verursachen deutlich weniger als fünf Prozent der anfallenden Kosten.

Diese Zahlen ergab die multizentrische „German Study on Ageing, Cognition and Dementia“ (AgeCoDe), die im Rahmen des Kompetenznetzes Degenerative Demenzen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Wissenschaftler haben darin die durch Demenz verursachten Krankheitskosten in Deutschland im Zeitverlauf und für die verschiedenen Krankheitsstadien ausgewertet. Die von Versicherungen getragenen Kosten werden ebenso berücksichtigt wie auch die unbezahlte, sogenannte informelle Pflege, die Angehörige leisten.

Bedingt durch den demografischen Wandel muss Deutschland in den nächsten Jahrzehnten mit einer stark wachsenden Zahl an Demenzpatienten rechnen. Derzeit leben 1,1 Millionen Menschen mit Demenzen in Deutschland.

Bei gleichbleibenden Vorbeugemöglichkeiten und Behandlungsbedingungen wird sich diese Zahl innerhalb der kommenden 30 Jahre laut dem Kompetenznetz verdoppeln, gleichzeitig nimmt die Zahl derer ab, die Demenzpatienten pflegen können. Es sei daher notwendig, Strukturen für die Pflege von Demenzpatienten zu entwickeln, die Ersatz für den bisher hohen Anteil an informeller Pflege schaffen können, hieß es aus dem Kompetenznetz. © hil/aerzteblatt.de

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