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Politik

Krankenkassen im ersten Halbjahr 2,417 Milliarden Euro im Plus

Montag, 5. September 2011

Berlin – Die gesetzlichen Kranken­kassen (GKV) haben im ersten Halbjahr 2011 einen Überschuss von 2,417 Milliar­den Euro erwirtschaftet. Einnahmen von rund 91,7 Milliarden Euro standen Ausgaben von 89,3 gegenüber. Das berichtet heute das Bundes­­gesund­heits­minis­terium .

„Bei der Betrachtung der Finanzentwicklung im Jahres­verlauf ist zu beachten, dass die Ausgaben in der ersten Jahreshälfte regelmäßig niedriger sind als im zweiten Halbjahr“, schränkte das Ministerium ein. Die GKV hatte in der zweiten Jahreshälfte des letzten Jahres rund 1,5 Milliarden Euro mehr an Ausgaben zu finanzieren als in der ersten Jahreshälfte. Deshalb sei auch dieses Jahr von Juli bis Dezember 2011 nicht mit entsprechenden Überschüssen wie im ersten Halbjahr zu rechnen.

Die Ausgaben der Krankenkassen sind im ersten Halbjahr 2011 um 2,8 Prozent je Versicherten gestiegen. Der sogenannte Schätzerkreis war bei seiner letzten Jahresprognose von einem Anstieg von rund 4,3 Prozent ausgegangen. Die Ausgabensteigerungen liegen also unterhalb der bisherigen Erwartungen für das Gesamtjahr. Gleichzeitig profitiert die GKV in erheblichem Umfang von der positiven konjunkturellen Entwicklung.

Grund für die geringer als erwartet ausfallenden Ausgaben ist laut Ministerium vor allem das Arzneimittel-Sparpaket. Bereits seit August 2010 zeichne sich ein Rückgang der Arzneimittelausgaben um minus 6,3 Prozent ab, weil die Krankenkassen durch die Anhebung des sogenannten Pharmarabatts für Nicht-Festbetragsarzneimittel jeden Monat um mehr als 100 Millionen Euro entlastet würden.

Durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes, das Anfang des Jahres 2011 in Kraft getreten ist, haben die Krankenkassen außerdem die Möglichkeit erhalten, für neue Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen Erstattungsbeträge zu vereinbaren. Zudem wurden die Krankenkassen durch neue Festbeträge und durch Rabattverträge entlastet.

Der Anstieg bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlung lag je Versicherten bei 4,6 Prozent. Auf das Gesamtjahr 2011 hochgerechnet entspräche eine solche Veränderungsrate laut Ministerium einem Zuwachs von rund 2,5 Milliarden Euro. Für ambulante Behandlungen stiegen die Ausgaben um 2,3 Prozent, für ärztliche Früherkennungsmaßnahmen um 5,2 Prozent. Die Verwaltungskosten der Kassen sind um 1,3 Prozent je Versicherten gestiegen.

© hil/aerzteblatt.de

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