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Medizin

Schizophrenie als Epilepsie-Risiko

Montag, 19. September 2011

Taichung – Zwischen Schizophrenie und Epilepsie gibt es eine Beziehung. Einer Studie in Epilepsia (2011; doi: 10.1111/j.1528-1167.2011.03268.x) zufolge erkranken Patienten mit Epilepsie fast 6 Mal so häufig an einer Schizophrenie wie andere Menschen. Umgekehrt wird die Diagnose einer Epilepsie bei Patienten mit Schizophrenie fast 8 Mal häufiger gestellt.

Bei der Studie handelt es sich um die retrospektive Auswertung von Krankenversichertendaten. Dies und die Tatsache, dass die Diagnose einer Schizophrenie nicht immer eindeutig ist, und es sehr unterschiedliche Formen der Epilepsie gibt, lassen zwar Zweifel an den von I-Ching Chou von der China Medical University in Taichung/Taiwan vorgestellten Daten zu.
 

Doch die Zahlen scheinen eindeutig: Die Inzidenz einer Epilepsie betrug bei Patienten mit Schizophrenie 6,99 pro 1,000 Personen-Jahren gegenüber 1,19 in der Kontrollgruppe ohne Schizophrenie. Die Inzidenz einer Schizophrenie betrug 3,53 pro 1000 Personenjahre bei Patienten mit Epilepsie gegenüber 0,46 bei Patienten ohne Epilepsie. Laut den Forschern traten Schizophrenien bei Männern mit Epilepsie häufiger auf als bei Frauen mit Epilepsie.

Worauf die Assoziation beruht, ist unklar. Neben genetischen sind auch Umwelteinflüsse, etwa eine intrauterine Schädigung denkbar.

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© rme/aerzteblatt.de

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