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Ärzteschaft

Versorgungsatlas der KBV mit positiver Resonanz

Montag, 10. Oktober 2011

Berlin – Vertreter von Politik und Wissenschaft haben die neue Internetplattform der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zur Auswertung medizinischer Versorgungsdaten begrüßt.

„Wenn es darum geht zu entscheiden, wie man die endlichen Ressourcen im Gesundheitswesen einsetzt, brauchen wir dafür sowohl überregionale als auch regionale Daten, die erfasst und ausgewertet werden“, sagte der Gesundheitsexperte der Fraktion Bündnis90/Die Grünen Harald Terpe auf der Veranstaltung „Versorgungsforschung wird geo-grafisch“ des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) heute in Berlin. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, auf einer besseren Datenbasis zu handeln als bisher. Ich begrüße außerordentlich, dass die KBV die Daten nun publik gemacht hat.“

Der Versorgungsatlas der KBV sei eine gute Idee, erklärte auch der ehemalige Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hendrik van den Bussche. Er könne sich gut vorstellen, Studien nach ihrer Erstpublikation in wissenschaftlichen Zeitschriften auch unter www.versorgungsatlas.de einzustellen, um auf diese Weise eine stärkere Verbreitung und eine bessere Lesbarkeit im deutschen Raum zu erreichen. 

Man dürfe allerdings nicht erwarten, die unterschiedliche Versorgung in den Regionen nun sofort erklären zu können, denn das sei „verdammt schwierig“, so van den Bussche. Wissenschaftliche Untersuchungen aus Großbritannien und den USA hätten ergeben, dass manche Varianz, zum Beispiel beim Überweisungsverhalten von Hausärzten, nicht erklärt werden könne. Wichtig sei jedoch in jedem Fall, dass nicht allein die Anzahl der Ärzte in Deutschland aufgelistet werde, sondern auch Erkenntnisse über die Prozess- und Ergebnisqualität erzielt würden. 

„Wir wollen mit unserer Plattform die Diskussion um das Versorgungsgeschehen in Deutschland anhand der vorhandenen Daten anstoßen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Köhler. „Wir haben den Mut bewiesen, unsere Datenschätze erstmals transparent zu machen, um die KV-spezifischen Unterschiede festzustellen.“ Nun könne man sich nicht mehr dumm stellen, sondern müsse auch die Konsequenzen aus den Ergebnissen ziehen. 

Die Atlanten seien sehr wertvoll, um den Vertragspartnern vor Ort Informationen über eine bestehende Über- oder Unterversorgung zu geben. Die Erkenntnisse flössen auch in die Honorarverteilungsmaßstäbe oder die politische Diskussion vor Ort ein. „Die Seite ist allerdings kein Arztbewertungsportal“, stellte Köhler klar. „Es geht um die Bewertung von Versorgungsabläufen.“ 

Die Seite www.versorgungsatlas.de ist eine Internetplattform der KBV und des ZI. Dort können neben dem ZI auch Universitäten, Krankenkassen und andere Einrichtungen eigene Auswertung über die medizinische Versorgung in Deutschland einstellen. Bislang hat das ZI Analysen auf der Grundlage bundesweiter vertragsärztlicher Abrechungsdaten veröffentlicht, unter anderem zur Influenza-Impfrate und zur Inanspruchnahme der  Polysomnographie. © fos/aerzteblatt.de

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