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Politik

Bayern: Versorgung sterbender Menschen soll verbessert werden

Montag, 17. Oktober 2011

München – Bayern will die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen im Freistaat verbessern. Sozialministerin Christine Haderthauer und Ge­sund­heits­mi­nis­ter Markus Söder (beide CSU) stellten hierzu heute in München ein nach ihren Angaben bundesweit einmaliges Hospiz- und Palliativkonzept vor.

Schwerstkranken Menschen, die keine Aussicht auf Heilung haben, solle so durch medizinisch-pflegerische und menschlich-seelsorgerische Zuwendung bis zum Tod ein menschen­würdiges und möglichst schmerzfreies Leben ermöglicht werden. 

Das Konzept sieht unter anderem den Ausbau der vorhandenen Angebote vor. So gibt es derzeit in Bayern 13 stationäre Hospize mit 132 Betten. Diese Hospize sind Einrichtungen, die unheilbar kranke Menschen, die keiner Krankenhausbehandlung bedürfen und im Haushalt oder der Familie nicht mehr versorgt werden können, in der letzten Lebensphase begleiten. Dieses Angebot soll auf 208 stationäre Hospizbetten ausgebaut werden, wie Haderthauer erläuterte.

Spezielle Teams für ambulante Palliativversorgung
Die Zahl der Betten auf Palliativstationen soll von derzeit 430 auf 460 erhöht werden, wie Söder erläuterte. Die Palliativstationen sind Abteilungen in einem Krankenhaus, wo schwerst- oder unheilbar Kranke so lange medizinisch versorgt werden, bis sie wieder nach Hause, in ein Hospiz oder eine andere Einrichtung entlassen werden können. Darüber hinaus sollen verstärkt spezielle Teams zur ambulanten Palliativversorgung aufgebaut werden.

Eine große Rolle in der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in Bayern spielen ehrenamtliche Helfer. Rund 6.000 ehrenamtliche Hospizhelfer seien hier im Einsatz, sagte Haderthauer.

Diese Menschen sollen künftig stärker unterstützt werden, etwa durch Weiterbildungsangebote oder die Nutzung der Bayerischen Ehrenamtskarte. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit Ärzten verbessert und die Forschung intensiviert werden. Ziel sei eine flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern. © dapd/aerzteblatt.de

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