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Vermischtes

Selbsthilfe für Männer mit Brustkrebs

Dienstag, 25. Oktober 2011

Bonn – Bundesweit erkranken jährlich etwa 500 Männer neu an Brustkrebs. Darauf hat die Deutsche Krebshilfe hingewiesen und gleichzeitig auf ein Selbsthilfeangebot für Männer hingewiesen. Unter dem Dach der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ haben sich Betroffene zum Netzwerk „Männer mit Brustkrebs“ zusammengeschlossen.

Es bietet den Erkrankten die Chance, sich gegenseitig zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen. Hierfür wurde eigens ein Chatforum im Internet initiiert. Zusätzlich finden regelmäßig bundesweite und regionale Treffen zu aktuellen Themen statt. Darüber hinaus setzen sich die Vertreter des Netzwerks auch auf gesundheitspolitischer Ebene für ihre Anliegen ein.

„Grundsätzlich sind die Heilungschancen von Männern mit Brustkrebs nicht schlechter als die betroffener Frauen“, erklärte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Allerdings sei die Sterberate bei Männern in den vergangenen 25 Jahren im Gegensatz zu der bei Frauen nicht gesunken.

Die Ursachen hierfür seien vielfältig: Häufig würden Tumore der Brustdrüse bei Männern zu spät entdeckt. Aus Scham wollten manche Betroffene die Krankheitssymptome nicht wahrhaben und gingen zu spät zum Arzt. Außerdem seien die zuständigen Fachärzte, in der Regel Gynäkologen, nicht die Ansprechpartner für die gesundheitlichen Belange der Männer.

Die Diagnostik und Therapie männlicher Brustkrebs-Patienten orientiert sich laut Krebshilfe meist eng an den Erkenntnissen zur Behandlung von Frauen mit Mammakarzinomen.

Es gebe jedoch Unterschiede im biologischen Verhalten der Tumoren, die bei der Therapie berücksichtigt werden müssten. Orientierung biete eine Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie zur Behandlung von Männern mit Brustkrebs. Sie unterstütze Ärzte und Patienten bei Entscheidungen zu Maßnahmen der Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge. © hil/aerzteblatt.de

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