Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Gemüse und Früchte schützen Frauen vor Schlaganfällen

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Stockholm – Frauen, die Nahrungsmittel mit vielen Antioxidantien zu sich nehmen, haben weniger Schlaganfälle. Diese Zusammenhänge treten unabhängig davon auf, ob die Frauen an einer kardiovaskulären Krankheit leiden oder keine derartige Vorerkrankung haben. Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Susanne Rautiainen von dem Karolinska Institutet in Schweden. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Stroke (doi: 10.1161/STROKEAHA.111.635557).

Das Essen von antioxidationsmittelreicher Nahrung hemmt den sogenannten oxidativen Stress. Dieser ist letztendlich ein Ungleichgewicht zwischen der Produktion von freien Radikalen, die die Zellen angreifen, und der körperlichen Antwort, um diese zu neutralisieren.

Antioxidantien wie Vitamin C und E, Karotine und Flavonoide können in der Theorie oxidativen Stress und Entzündungen vermindern, indem sie freie Radikale beseitigen. Flavonoide können danach außerdem die endothelialen Funktionen verbessern, indem sie die Blutgerinnung, den Blutdruck und Entzündungen des Endothels positiv beeinflussen.

Für ihre Studie verwendeten die Wissenschaftler die Daten der schwedischen Mammographie-Kohorte. Diese schloss 31.035 Frauen ohne kardiovaskuläre Erkrankungen und 5.680 Frauen mit kardiovaskulären Vorerkrankungen ein.

Die Frauen waren zwischen 49 und 83 Jahre alt. Von den Frauen mit kardiovaskulären Vorerkrankungen erlitten 1.007 einen Schlaganfall innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 9,6 Jahren. Von den Frauen ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen waren es 1.322 in einem Zeitraum von 11,5 Jahren.

Die Wissenschaftler befragten die Studienteilnehmer nach ihren Ernährungsgewohnheiten mithilfe von Fragebögen. Dabei berechneten sie für alle Studienteilnehmer jeweils die aufgenommene Antioxidationsmittel-Konzentration (TAC) ihrer Nahrung.

Im Anschluss kategorisierten sie die Frauen gemäß ihrer TAC-Konzentrationen und teilten sie in fünf Gruppen ein. Davon hatte eine Gruppe bisher keinerlei kardiovaskuläre Vorerkrankungen, wohingegen die anderen vier Gruppen bereits kardiovaskulär vorerkrankt waren.

Die Frauen ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen hatten den höchsten TAC, wobei etwa 50 Prozent ihrer Antioxidationsmittelkonzentrationen aus Gemüse und Früchten stammte. Weitere 18 Prozent kamen aus Vollkornprodukten, 16 Prozent aus Tee und fünf Prozent aus Schokolade.

Insgesamt zeigte sich, dass höhere TAC-Konzentrationen in der Nahrung mit einer niedrigeren Schlaganfallrate, bei Frauen ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen, einhergingen.

Frauen ohne kardiovaskuläre Krankheiten mit einer hohen TAC-Konzentration hatten ein um 17 Prozent vermindertes Risiko für einen Schlaganfall im Gegensatz zu den Frauen der gleichen Gruppe, die wesentlich geringere TAC-Konzentrationen in ihrer Nahrung hatten.

Auch Frauen mit kardiovaskulären Vorerkrankungen und hohen TAC-Konzentrationen hatten ein signifikant geringeres Risiko für einen Schlaganfall als Frauen mit niedrigeren TAC-Konzentrationen. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige