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Politik

Gesundheits­ministerin Steffens warnt vor E-Zigaretten

Samstag, 17. Dezember 2011

Düsseldorf – Der Verkauf von E-Zigaretten mit nikotinhaltigen Kartuschen ist in Nordrhein-Westfalen verboten. „Was derzeit auf dem Markt ist, ist nicht zugelassen“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Freitag in Düsseldorf. Per Erlass informierte die Landesregierung am Freitag die Bezirksregierungen darüber, dass sie gegen den unberechtigten Verkauf vorgehen können.

Die Kartuschen mit nikotinhaltigen Inhalten fallen nach Ansicht der Ministerin unter das Arzneimittelschutzgesetz. Damit benötigen sie eine spezielle Zulassung, die es im Moment jedoch nicht gibt. Verkäufer müssten nun mit Geld- und sogar Freiheitsstrafen rechnen, wenn sie die Geräte trotz des Verbots weiter verkaufen. Nikotinfreie Kartuschen und E-Zigaretten ohne Nikotin sind von dieser Maßnahme nicht betroffen.

Krankenkasse fordert Warnhinweise
Gleichzeitig warnte die Ministerin vor gesundheitlichen Risiken durch die elektronischen Zigaretten. „Es ist nicht die gesunde Alternative“, sagte Steffens. Untersuchungen zu Belastungen für Konsumenten, ob aktiv oder passiv, lägen aber noch nicht vor.

Das Nichtraucherschutzgesetz müsse daher nicht geändert werden, betonte Steffens. Bei einer Konferenz der Gesundheitsminister im kommenden Jahr will Steffens ihr Vorgehen mit anderen Ministerien abstimmen.

Der Nikotinkonsum sei mindestens genauso hoch wie bei herkömmlichen Zigaretten, teilte die Techniker Krankenkasse am Freitag unter Berufung auf eine Studie mit. Über weitere Inhaltsstoffe gebe es jedoch kaum Erkenntnisse. Daher fordert die Versicherung Warnhinweise.

Bei der E-Zigarette oder elektronischen Zigarette wird eine mit Nikotin und Aromastoffen versetzte Trägerflüssigkeit durch eine kleine Heizspirale erhitzt. Es entsteht ein dem Rauch ähnliches Dampfgemisch, das der Raucher inhaliert. © dapd/aerzteblatt.de

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nemo-1000
am Samstag, 24. März 2012, 10:59

Komentar zur DAK Studie

Zu der sehr interessanten Studie der DAK im Punkte
„ Rauchverbot und die Auswirkung auf Herz - und Kreislauferkrankung „
möchte ich folgende Anmerkung machen:

Rauchverbote in Speisegaststätten und öffentlichen Räumen zum Schutz
von Nichtrauchern ist für jeden Raucher akzeptabel .
Das Verbot in kleinen Eckkneipen ist aber Gängelung und Zerstörung
von gewachsenem Kulturgut.
Es wurden letztendlich nicht weniger Zigaretten konsumiert.
Nur der Ort des Verzehrs wurde verlagert.

Die Studie der DAK war über einen Zeitraum von vier Jahren angesetzt.

Im gleichen Zeitraum ist aber auch eine Nichtrauchergeneration der
E-Zigaretten - Benutzer herangewachsen.

Dieses bedeutet:
Geschätzte 1,2 Millionen ehemalige Raucher haben sich dem
Rauchen abgewandt und haben meines Erachtens zu den günstigen
Ergebnissen der Studie geführt.

Leider werden die günstigen Ergebnisse der Studie keinen Bestand haben.


Warum ?

Die Gesundheitsministerin der Grünen, Frau Barbara Steffens,
hat mit für mich nicht nachvollziehbaren Argumenten, den Verkauf
von Liquit ( Flüssigkeit zur Verdampfung ) der E-Zigaretten verboten.
Somit auch das Sterben der E-Zigaretten.

Damit wurde den 1,2 Millionen ehemaligen Rauchern das Handwerkzeug
genommen von Ihrem Laster loszukommen.

Diese Maßnahme zwingt diese Bürger zum Tabakverzehr zurückzukehren.

Einziger Gewinner sind die Tabakindustrie und der Finanzminister.

Beschlüsse, welche sich gegen die Interessen der Bürger wenden,
führen letztendlich zur Politikverdrossenheit und deren Folgen.

aldebaran2008
am Dienstag, 20. Dezember 2011, 06:11

Von Sinn und Unsinn

Es war ja nur eine Frage der Zeit - nun haben unsere eifrigen Politiker endlich die E-Zigarette entdeckt. Für solche "wichtigen Fragen von nationaler Bedeutung" muss natürlich Zeit sein - aber bleiben wir mal realistisch. Was unterscheidet, laut oben stehendem Artikel, nach Meinung von Frau Steffens eine E-Zigarette mit Nikotinkartusche von einer solchen ohne Nikotinladung? Richtig - das Nikotin. Und weiterhin wird demnach auch davon ausgegangen, dass die aufgenommene Nikotinmenge beim E-Rauchen in etwa der beim Inhalieren von Tabakrauch entspricht. Soweit alles verständlich. Allerdings frage ich mich dann, warum nicht zunächst Tabakprodukte in Nordrhein-Westfalen verboten werden? Das wäre wohl die logische Schlussfolgerung unter o. g. Prämisse, denn eines ist wohl sicher: ungeachtet potentieller Risiken ist das E-Rauchen weniger gesundheitsschädlich als der Konsum von Tabakwaren. Nur: Tabakprodukte haben eine Lobby, bringen Steuereinnahmen und erhalten (noch) Arbeitsplätze. Wenn man einen Schritt weiter denkt, liegt der Verdacht nahe, dass möglicherweise an dieser Stelle auch einer Konkurenz zum Tabak Einhalt geboten werden soll...
Gesundheitspolitische Gründe können meines Erachtens unter o. g. Voraussetzungen hier nicht geltend gemacht werden. In direkter Konsequenz führt dieses Verbot außerdem zunächst zu einer weiteren Bevormundung der Bürger. Potentiell gefährliche "Freizeitbeschäftigungen" gibt es viele (Motorradfahren, Drachenfliegen, Klettern, etc.). Diese bergen statistisch gesehen aber ebenfalls immer noch weniger Gesundheitsrisiken als der Konsum von Tabakprodukten. Wer weiß - vielleicht wird in Nordrhein-Westfalen ja auch bald das Klettern auf Bäume für Kinder oder das Motorradfahren verboten. Es bleibt spannend...

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