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Ärzteschaft

KV Hessen verärgert über Bürokratie mit der elektronischen Gesundheitskarte

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Frankfurt – Gegen zusätzliche Bürokratie, die mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) auf die Praxen zukommt, hat sich die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen gewandt. Eine entsprechende Resolution verabschiedeten die Delegierten Mitte Dezember einstimmig.

„Die Krankenkassen versuchen, entgegen aller Versprechungen, die Arztpraxen schon ab 2012 mit dem Zwang zur Onlinestammdatenaktualisierung in administrative Außenstellen zu verwandeln“, heißt es in der Resolution. Ziel sei, Investitionskosten auf Kassenseite auf Kosten der Arztpraxen wieder einzusparen.

„Diese Pläne kosten Geld und Zeit in den Praxen, gehen durch Verzicht auf vorherige Tests und Sicherheitskomponenten zulasten der Versorgung und der Patientensicherheit und werden von uns deshalb entschieden abgelehnt“, so die Delegierten. Die KV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung forderte auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf, die Pläne zurückzuweisen.

Erst Anfang Dezember hatte der Spitzenverband Bund der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung versucht, Zweifel an der Datensicherheit zu zerstreuen. „Der Datenschutz der Versicherten ist unzweifelhaft gewährleistet“, so ein Sprecher.

Zum einen seien alle Prozeduren, die über die Karte geführt würden, eng mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten abgestimmt. Zum anderen würden die Kartenlesegeräte von dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert, damit auch von den Geräten aus kein Angriff auf die Daten möglich sei. © hil/aerzteblatt.de

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