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Medizin

Ernährungsstress: Zöliakie als Depressionsrisiko

Dienstag, 27. Dezember 2011

Philadelphia –  Für Menschen mit einer Zöliakie gibt es heute viele Möglichkeiten, sich glutenfrei zu ernähren. Der Ernährungsstress nagt dennoch an der Psyche. In einer Umfrage in Chronic Illness (2011; doi: 10.1177/1742395311417639) wurde bei vielen bettoffenen Frauen Symptome einer Depression oder einer Essstörung gefunden.

Ernährungssünden werden bei der Zöliakie schnell bestraft. Bauchschmerzen, Obstipation oder Diarrhö, Appetitlosigkeit sowie Übelkeit und Erbrechen können auftreten, wenn Bestandteile des Klebereiweißes aus Mehlprodukten auf die überempfindlichen Zotten des Dünndarms treffen. Viele Menschen mit Zöliakie haben deshalb gelernt, sich beim Essen einzuschränken und die Provokateure zu meiden.

Glücklich werden sie dadurch nicht, wie Joshua Smyth von der Penn State University in einer Umfrage von 177 Frauen mit Zöliakie herausfand. Trotz einer guten Compliance mit den Diätregeln gaben 37 Prozent der Frauen Symptome einer Depression an. Bei 22 Prozent fand Smyth Hinweise auf eine Essstörung: Die Frauen waren häufig unzufrieden mit ihrem Körper und beklagten sich über ihr Gewicht oder ihre Figur.

Smyth führt den Psychostress vor allem auf die sozialen Nachteile zurück, die die Krankheit mit sich bringe. Viele Patienten könnten Einladungen zum Essen nicht annehmen, oder sie würden zögern, ihre Gastgeber mit den Anforderungen ihrer Zöliakie-bedingten Diät zu konfrontieren. © rme/aerzteblatt.de

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