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Politik

In Sachsen droht Lohndumping bei Rettungsdiensten

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Chemnitz – Bei den Rettungsdiensten in Sachsen droht offenbar Lohndumping. Ein Gesetzesvorhaben von CDU und FDP ziele darauf ab, die Personalkosten öffentlich auszuschreiben, berichtete die in Chemnitz erscheinende Freien Presse am Donnerstag.

Einem Regelungsentwurf zufolge sollen Kreise und Großstädte die lukrative materielle Seite wie Fahrzeuge, Medikamente und Rettungswachen in ihrer Hand behalten, die Kosten fürs Personal aber dem Markt überlassen, hieß es.

Michael Burgkhardt, Chef der Bundesvereinigung der Notärzte, lehne das kategorisch ab, weil es in einen Billiglohnsektor ohne Tarifbindung führe, schrieb die Freie Presse weiter. Die nötige Ausbildungsqualität sei dann nicht mehr zu halten.

Außerdem zitierte die Zeitung den Geschäftsführer der Ambulanzdienste Neidel aus Werdau, Frieder Neidel. „Wirtschaftlich ist ein Rettungsdienst nur zu machen, wenn alle Leistungen zusammen ausgeschrieben werden“, sagte dieser. Wettbewerb könne nicht auf dem Rücken des Personals stattfinden.

Das Gesetzesvorhaben wurde dem Bericht zufolge erarbeitet, nachdem die Europäische Kommission unter anderem vom Freistaat verlangt hat, seinen Markt für den Rettungsdienst zu liberalisieren. © dapd/aerzteblatt.de

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Avatar #98372
Thelber
am Sonntag, 1. Januar 2012, 10:04

So ein Unsinn !!

... kommt heraus, wenn Politiker versuchen Medizin zu machen.

Zum Weinen, wie so vieles !!

Ein Gutes Neues Jahr klingt da wie Hohn !
Avatar #88255
doc.nemo
am Freitag, 30. Dezember 2011, 11:30

Sorry, falscher Artikel

Gruß
doc.nemo
Avatar #88255
doc.nemo
am Freitag, 30. Dezember 2011, 11:28

Nur ein Schulterzucken wert

Wieder einmal wird ein nacktes „durchschnittlich“ in den Ring geworfen. Leiderleider gehören nicht einmal rudimentäre Kenntnisse in Statistik zu den Lehrplänen der Schulen, und so weiß fast niemand, dass der Durchschnittswert einer Stichprobe ohne Kenntnis der Datenverteilung keine sinnvolle Interpretation zulässt. Mehr als ein Schulterzucken, im besten Fall ein Kopfschütteln, hat diese Umfrage ohne die Angabe weiterer statistischer Kennzahlen also nicht verdient.
LNS

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