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Politik

Auch Debeka widerspricht Meldung über Mitgliederschwund

Dienstag, 10. Januar 2012

Koblenz – Der größte deutsche private Krankenversicherer Debeka hat Berichten über einen Mitgliederschwund der Privatkassen widersprochen. Im vergangenen Jahr habe die Debeka rund 44.200 neue Mitglieder aus der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) gewonnen, teilte das Unternehmen heute in Koblenz mit. Das seien doppelt so viele wie zwangsweise in die GKV abwanderten. Insgesamt wechseln den Angaben zufolge im Schnitt jährlich rund 100.000 Menschen mehr von der gesetzlichen in eine private Kasse als andersherum.

Durch Behauptungen, wonach es einen Trend zur gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung gebe, werde ein zukunftsfähiges System nur schlecht geredet, sagte Debeka-Vorstandschef Uwe Laue.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte berichtet, dass gesetzliche Kassen einen deutlichen Anstieg ehemaliger Privatpatienten verbuchten. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) forderte von den Privatkassen günstigere Tarife.

Lauer kritisierte, einzelne Negativbeispiele würden in Pauschalurteile über die ganze Branche umgewandelt. Die Debeka habe die Tarife für Angestellte und Selbstständige zum Jahresanfang überhaupt nicht erhöht. Für Beamte seien die Beiträge erstmals seit zwei Jahren um 3,6 Prozent gestiegen. Bei der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung sei der Beitragssatz dagegen deutlich von 14,9 auf 15,5 Prozent erhöht und teilweise noch Zusatzbeiträge erhoben worden.

Die Debeka ist nach eigenen Angaben mit rund 2,2 Millionen Versicherten die größte private Kran­ken­ver­siche­rung in Deutschland. © dapd/aerzteblatt.de

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