NewsPolitikAuch Debeka widerspricht Meldung über Mitgliederschwund
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Auch Debeka widerspricht Meldung über Mitgliederschwund

Dienstag, 10. Januar 2012

Koblenz – Der größte deutsche private Krankenversicherer Debeka hat Berichten über einen Mitgliederschwund der Privatkassen widersprochen. Im vergangenen Jahr habe die Debeka rund 44.200 neue Mitglieder aus der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) gewonnen, teilte das Unternehmen heute in Koblenz mit. Das seien doppelt so viele wie zwangsweise in die GKV abwanderten. Insgesamt wechseln den Angaben zufolge im Schnitt jährlich rund 100.000 Menschen mehr von der gesetzlichen in eine private Kasse als andersherum.

Durch Behauptungen, wonach es einen Trend zur gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung gebe, werde ein zukunftsfähiges System nur schlecht geredet, sagte Debeka-Vorstandschef Uwe Laue.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte berichtet, dass gesetzliche Kassen einen deutlichen Anstieg ehemaliger Privatpatienten verbuchten. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) forderte von den Privatkassen günstigere Tarife.

Lauer kritisierte, einzelne Negativbeispiele würden in Pauschalurteile über die ganze Branche umgewandelt. Die Debeka habe die Tarife für Angestellte und Selbstständige zum Jahresanfang überhaupt nicht erhöht. Für Beamte seien die Beiträge erstmals seit zwei Jahren um 3,6 Prozent gestiegen. Bei der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung sei der Beitragssatz dagegen deutlich von 14,9 auf 15,5 Prozent erhöht und teilweise noch Zusatzbeiträge erhoben worden.

Die Debeka ist nach eigenen Angaben mit rund 2,2 Millionen Versicherten die größte private Kran­ken­ver­siche­rung in Deutschland. © dapd/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. Dezember 2019
Berlin – In der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) ist die Beitragsbelastung der Versicherten pro Kopf in den vergangenen zehn Jahren stärker gestiegen als in der privaten Kran­ken­ver­siche­rung
PKV-Institut: Beitragsbelastung in GKV stärker gestiegen als in PKV
21. November 2019
Berlin – Versicherte, die in der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) im Basistarif versichert sind, werden der Bundesregierung zufolge ärztlich und zahnärztlich verlässlich versorgt. 2017 und 2018 habe
Versorgung Versicherter im PKV-Basistarif gewährleistet
4. Oktober 2019
Gütersloh/Berlin – Für eine Neugestaltung der Finanzierung von gesetzlich und privat Versicherten plädiert die Bertelsmann-Stiftung im Rahmen einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie. Autoren der
Neuer Vorstoß zum Angleich der Honorarsysteme für gesetzlich und privat Versicherte
24. September 2019
Berlin – Das Nebeneinander der gesetzlichen (GKV) und privaten (PKV) Kran­ken­ver­siche­rung wird von Gesundheits- und Rechtsexperten nach wie vor unterschiedlich bewertet. Das zeigte sich gestern in
Grundsatzstreit über gesetzliche und private Kran­ken­ver­siche­rung
17. September 2019
Berlin – Der Selbsthilfeverband diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe hat an private Krankenversicherer appelliert, Diabetespatienten gegenüber gesetzlich Krankenversicherten nicht zu benachteiligen
Privatversicherte beim kontinuierlichen Glukosemonitoring mitunter schlecht versorgt
10. September 2019
Berlin – Der Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) hat einen Venture-Kapital-Fonds namens „heal capital“ gegründet und mit 100 Millionen Euro ausgestattet. Mit dem Fonds wollen die
PKV gründet Start-Up-Fonds für digitale Gesundheitsanwendungen
27. August 2019
Stuttgart – Die Grünen in Baden-Württemberg setzen sich für die Einführung des Hamburger Modells in dem Bundesland ein. Danach sollen Beamte künftig freier wählen können, ob sie sich privat oder
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER