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Menschen über 65 Jahre sterben am häufigsten an ischämischen Herzkrankheiten

Donnerstag, 12. Januar 2012

dapd

Berlin – Von allen weiblichen Verstorbenen des Jahres 2009 waren 90 Prozent 65 Jahre oder älter, bei den Männern waren es 78 Prozent. Das ist ein Ergebnis des Reports Altersdaten, den das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) veröffentlicht hat. Der Report fasst Informationen und Daten zu den wichtigsten chronischen Krankheiten des Alters zusammen und stellt deren Zusammenhang mit der Entwicklung der Sterblichkeit dar.

Demnach sind die häufigste Todesursache in der Altersgruppe 65 Jahre und älter sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die ischämischen Herzkrankheiten, zu denen auch der Herzinfarkt als akute Form gehört. An dieser Krankheit sterben etwa 16 Prozent der über 65 Jahre alten Frauen und 18 Prozent der gleichaltrigen Männer.

„Dabei sinkt die Sterblichkeit für diese Todesursache bereits seit Mitte der 1980er-Jahre bei den Männern und seit Mitte der 1990er-Jahre bei den Frauen“, so die Autoren. Die Gründe für diesen Rückgang seien aber für Deutschland nicht erforscht. An zweiter und dritter Stelle folgen bei den Frauen die zerebrovaskulären Krankheiten und die Herzinsuffizienz. Bei den Männern folgen die zerebrovaskulären Krankheiten auf Platz zwei und Lungenkrebs auf Platz drei.

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Die Todesursache Lungenkrebs ist dem Report zufolge bei den Frauen über 65 Jahren zwar nicht unter den zehn führenden Krankheiten vertreten (Rang 14), hat aber in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Anstieg im Zeitraum 1998 bis 2009 beträgt demnach 40 Prozent, während bei den Männern der Anstieg mit 17 Prozent deutlich geringer ausfällt.

Im mittleren Erwachsenenalter zwischen 40 und 65 Jahren beträgt der Anstieg bei den Frauen 47 Prozent, bei Männern dieses Alters hingegen gibt es einen Rückgang von minus 24 Prozent. „Diese unterschiedlichen Trends können auf das veränderte Rauchverhalten der letzten 30 bis 40 Jahre zurückgeführt werden: Männer rauchen weniger, vor allem junge Frauen häufiger“, erklärten die Autoren.

An einer Diabetes-Erkrankung starben laut Report Altersdaten in den letzten Jahren durchschnittlich etwa 13.000 Frauen und etwa 7.000 Männer, die 65 Jahre oder älter waren. Damit ist diese Stoffwechselstörung bei Frauen die sechsthäufigste und bei Männern die zehnthäufigste Todesursache. „Dies ist jedoch nur eine eingeschränkte Betrachtung, zieht die Diabetes-Erkrankung doch mehrere sogenannte Folgeerkrankungen nach sich, die selbst teilweise ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko aufweisen“, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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