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Vermischtes

Daten aus elektronischen Patientenakten für die Forschung nutzen

Freitag, 13. Januar 2012

Berlin – Daten aus elektronischen Patientenakten (EPAs) für die klinische Forschung soll bis 2014 eine gemeinsame europaweite Technologieplattform nutzbar machen. Partner aus akademischer Forschung und Industrie bauen diese gerade im Rahmen des Projektes „Electronic Health Records for Clinical Research” (EHR4CR) auf.

Darauf hat die TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung anlässlich eines Seminars in Berlin hingewiesen. „Mit der Sekundärnutzung von Daten aus elektronischen Patientenakten für die medizinische Forschung könnten Kosten gespart und klinische Forschungsprojekte schneller und effizienter durchgeführt werden“, hieß es aus der TMF.

Forscher könnten geeignete Studienpatienten besser identifizieren, was bisher eine der größten Schwierigkeiten bei der Planung und Durchführung klinischer Studien sei. Die neue Plattform soll die EPAs nahtlos in bestehende Forschungsplattformen und Netzwerke des Gesundheitswesens integrieren.

Allerdings seien dabei noch zahlreiche rechtliche und ethische Fragen zu klären. Das Hauptproblem ist laut TMF, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die gelebte Rechtspraxis zum Datenschutz und zum Schutz der Privatsphäre in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten stark voneinander abweichen.

Ein Arbeitspaket des EHR4CR- Projektes habe deshalb die Aufgabe, die aktuelle Rechtssituation in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Ziel sei es, Empfehlungen bereitzustellen, wie für die klinische Forschung bei der Nutzung der EU-weiten Technologieplattform Rechtssicherheit geschaffen werden kann.

Das EHR4CR-Projekt wird im Rahmen der Innovative Medicines Initiative (IMI) im Zeitraum 2011 bis 2014 mit 17 Millionen Euro gefördert. IMI ist eines der größten Public Private Partnership-Projekte in Europa mit dem Ziel, die Entwicklung besserer und sichererer Medikamente zu beschleunigen. Die Initiative wird gemeinsam von der Europäischen Union und der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations getragen. © hil/aerzteblatt.de

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