NewsPolitikWirtschaftsverbände für Abschaffung von Raucherpausen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Wirtschaftsverbände für Abschaffung von Raucherpausen

Freitag, 13. Januar 2012

dapd

Berlin – Verbände der mittelständischen Wirtschaft haben eine Abschaffung von Raucherpausen während der Arbeitszeit gefordert. „Raucherpausen kosten die Betriebe bares Geld und stören den Arbeitsablauf“, sagte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft der Bild-Zeitung vom Freitag. Vorbild sei Schweden, wo viele Firmen das Konzept „rauchfreie Arbeitszeit“ umsetzten, sagte er und forderte: „Schluss mit dem blauen Dunst während der Arbeit.“

Auch der Bonner Unternehmerverband mittelständische Wirtschaft sprach sich für die Zigarette in der Mittagspause oder erst nach Feierabend aus. „Extra-Pausen für Raucher müssen abgeschafft werden“, sagte die Vorstandsvorsitzende Ursula Frerichs der Zeitung. „Es kann nicht sein, dass Nichtraucher bestraft werden.“ Da Raucher oft zusammen stünden und dann mehrere Zigaretten rauchten, könne im Zweifel der gesamte Betrieb lahmgelegt werden.

Aus der SPD kam hingegen Kritik an dem Vorstoß. Er sei zwar für einen strengen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, sagte Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Zeitung. „Aber: Ein Rauchverbot in kleinen Pausen vor der Tür wäre eine massive Diskriminierung.“ Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände erklärte, es sei Sache jedes einzelnen Unternehmens, solche Entscheidungen zu treffen; ein zusätzliches Gesetz sei überflüssig. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hamburg sprach sich gegen ein Verbot von Raucherpausen durch die Arbeitgeber aus.

„Alle Erfahrung zeigt doch, dass in jedem Unternehmen Regelungen je nach betrieblicher Situation und Arbeitsplatzgestaltung gefunden werden müssen, die allen gerecht werden“, sagte heute der Hamburger DGB-Vorsitzende Uwe Grund. Ein Rechtsanspruch auf bezahlte Raucherpausen bestehe zwar nicht, in vielen Betrieben seien diese aber längst geübte Praxis.

© afp/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #104249
Senbuddy
am Samstag, 14. Januar 2012, 08:46

Gerecht bleiben - gegenüber Rauchern und Nichtrauchern gleichermaßen...

...wäre auch bei Pausen gut.

Ob jemand seine Pause zum Rauchen verwendet wird oder nicht, sollte ihm stets und ausschließlich selbst überlassen bleiben (wobei natürlich die Schutzregeln gegen Mitrauchen etc. eingehalten sein müssen).

Entscheidend ist aber ausschließlich die Länge der Pause und wie sie in den jeweiligen Arbeitsprozeß passt oder eben nicht. Und dazu reichen betriebliche Einigungen zwischen Arbeitnehmern (egal ob Raucher oder Nichtraucher) und den einzelnen Arbeitgebern völlig aus.

Stimmungsmache gegen Raucher (wie hier von Seiten der Arbeitgeber) und Stimmungsmache gegen Arbeitgeber (wie hier vom ewigen Herr Lauterbach) sind in so einer Diskussion völlig fehl am Platze.

Und einen Gesetzgeber braucht es dazu auch nicht. Wir haben sowieso schon viel zu viele überflüssige Gesetze.

Viele Grüße
S.
Avatar #98372
Thelber
am Freitag, 13. Januar 2012, 22:06

... Ausstempeln geht auch !!!

Wer rauchen will, der möge bitte ausstempeln !! Oder notieren, wann er seinen Arbeitsplatz verlässt und wann er wieder an ihn zurück gekehrt ist. Rauche ist keine vom Arbeitgeber zu entlohnende Arbeit !

Genau genommen müsste man diese Zeit sogar verdoppeln ! Denn bis der Raucher nach einer Raucherpause seine Arbeit wieder an der Stelle aufnehmen kann, an der er sie verließ, da geht schon eine Zeit zusätzlich rum !!
Avatar #98372
Thelber
am Freitag, 13. Januar 2012, 22:04

... Ausstempeln geht auch !!!

Wer rauchen will, der möge bitte ausstempeln !! Oder notieren, wann er seinen Arbeitsplatz verlässt und wann er wieder an ihn zurück gekehrt ist. Rauche ist keine vom Arbeitgeber zu entlohnende Arbeit !
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER