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Politik

Modellregion Kinzigtal: Niedrigere Ausgaben als in anderen Regionen

Montag, 16. Januar 2012

Berlin – Die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) zahlt für ihre Versicherten in der Modellregion Gesundes Kinzigtal GmbH weniger als für Versicherte in anderen Regionen Baden-Württembergs. Das ergab eine Auswertung von Routinedaten der LKK durch die OptiMedis AG, einer der beiden Gesellschafter der Modellregion Gesundes Kinzigtal.

Demnach lagen die Gesundheitsausgaben für die Versicherten in der Modellregion um 327 Euro niedriger als in einer Kontrollgruppe von anderen LKK-Versicherten aus Baden-Württemberg. Im Arzneimittelbereich sparte die Kasse dabei 66 Euro, im Krankenhaus 151 Euro sowie 110 Euro für sonstige Ausgaben inklusive Krankengeld. 

Grund für die geringeren Ausgaben sind laut OptiMedis AG unter anderem die Fallzahlen im Krankenhaus. Sie sind bei den LKK-Versicherten im Kinzigtal zwischen 2005 und 2010 um 10,2 Prozent auf 286,1 Fälle pro 1.000 Versicherte gestiegen – in der Vergleichsgruppe hingegen um 33,1 Prozent auf 316,7 Fälle. „Durch kontinuierliche Verbesserung in der ambulanten Versorgung können unnötige Kranken­haus­auf­enthalte vermieden werden“, kommentierte der Sprecher des Ärztlichen Beirats im Kinzigtal, Horst E. Michalek.

Weitere Gründe für die geringeren Ausgaben: 2008 erhielten 70,2 Prozent der Kinzigtaler Hypertonie-Patienten mit dokumentierter koronarer Herzkrankheit eine leitlinienkonforme Betablocker-Therapie; in der Vergleichsgruppe waren es 61,5 Prozent. Und der Anteil der Patienten mit Multimedikation lag im Kinzigtal mit 5,6 Prozent niedriger als in der Vergleichsgruppe (9 Prozent). 

Die Gesundes Kinzigtal GmbH wurde von der OptiMedis AG und dem Medizinischen Qualitätsnetz Ärzteinitiative Kinzigtal gegründet. Bis heute haben sich etwa 31.000 Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der LKK in den Vertrag zur integrierten Versorgung eingeschrieben. © fos/aerzteblatt.de

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