NewsPolitikGewerkschaft kritisiert zu geringen Schutz vor Burn-out
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gewerkschaft kritisiert zu geringen Schutz vor Burn-out

Dienstag, 24. Januar 2012

Berlin – Die Gewerkschaft IG Metall hat eine Verordnung zum Schutz vor zu viel Stress am Arbeitsplatz gefordert. „Es geht darum, die Schutzbestimmungen bei psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz zu konkretisieren und verbindlich zu machen", erklärte Gewerkschaftsvorstand Hans-Jürgen Urban heute in Berlin. Es sei höchste Zeit für eine Verordnung „mit konkreten Ansprüchen und verbindlichen Regelungen", erklärte Urban.

Bisher entstehe vielfach der Eindruck, dass öffentliches Getöse über Burn-out ein entschiedenes Handeln ersetze. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) solle sich deshalb so schnell wie möglich der Frage annehmen, wie die „eklatante Schutzlücke" bei psychischer Gefährdung am Arbeitsplatz zu schließen sei, erklärte Urban. Bisher sähen sich Arbeitgeber in diesem Bereich oft gar nicht in der Pflicht.

Anzeige

Gerade bei Beschäftigten, die projekteweise zum Einsatz kommen, tauchten psychische Belastungen häufig auf, erklärte die Gewerkschaft. Viele Betroffene würden von einem Projekt in das nächste gehetzt. Die Projektlaufzeiten überlappten sich. Dieses „Arbeiten ohne Ende" berge ein besonderes Gefährdungspotenzial.

„Die Themen Arbeitsstress und Burn-out sind zu ernst, um nur kurzfristig für Aufregung in der Öffentlichkeit zu sorgen“, erklärte Urban. Sie stellten eine zentrale Herausforderung der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts dar. Dabei kommt eine unterlassene Prävention die Gesellschaft teuer zu stehen, gab die IG Metall zu bedenken. Die jährlichen Behandlungskosten für psychische Erkrankungen in Deutschland beliefen sich auf rund 27 Milliarden Euro. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #32615
ahierl
am Mittwoch, 25. Januar 2012, 07:14

Burn-out-Diagnostik Institut in München

Das Burn-out-Diagnostik Institut in München hat sich auf die Diagnostik, Therapie und Prävention von Erschöpfungssyndromen spezialisiert. Dazu zählt u.a. auch Burn-out. Mehr Informationen unter http://www.burn-out-muenchen.de
LNS

Nachrichten zum Thema

9. Dezember 2019
Hannover – Fast 40 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern fühlen sich sehr häufig oder häufig gestresst. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH)
Ständige Erreichbarkeit setzt Eltern unter Stress
4. Dezember 2019
Villingen-Schwenningen – Immer mehr junge Menschen zwischen 14 und 34 Jahren sind durch digitale Medien gestresst. Wie die heute veröffentlichte Erhebung der Schwenninger Krankenkasse ergab, stieg der
Digitale Medien stressen junge Menschen
4. November 2019
Berlin – Es geht um Stress und die psychische Gesundheit von Menschen, die in Städten leben: Forscher verschiedener Disziplinen haben jetzt Regeln und Anregungen für die Konzeption
Forscher geben Empfehlungen für die Stadtplanung der Zukunft
13. September 2019
New York – Der Knochen ist mehr als nur ein passives Stützgewebe für den Körper, dessen Zellen die Mineralisierung kontrollieren und eher träge auf Veränderungen reagieren. Jetzt in Cell Metabolism
Stresshormon im Knochen entdeckt
30. August 2019
Sankt Augustin/ Bayreuth – Ständige Erreichbarkeit, Angst vor Leistungsüberwachung und eine Beschleunigung der Arbeitstätigkeit sind wichtige Auslöser für Stress aufgrund neuer Technologien in der
Digitaler Stress belastet Arbeitnehmer
29. August 2019
Hannover – Stress im Beruf ist Ursache Nummer eins für Schlafstörungen. Das Gedankenkarussell rund um die Arbeit bringt fast jeden Zweiten von rund 1.000 Befragten (41 Prozent) gelegentlich um den
Stress im Beruf häufigste Ursache für Schlafstörungen
26. Juli 2019
Garching – Fast zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung fühlen sich nach einer neuen Umfrage im Job gestresst. 63 Prozent bezeichneten ihren Stresslevel am Arbeitsplatz als hoch oder eher hoch, wie
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER