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Rabattverträge als Kostentreiber

Dienstag, 24. Januar 2012

Berlin – Auf eine mögliche unerwünschte Wirkung der Arzneimittel-Rabattverträge hat der Branchenverband Pro Generika hingewiesen und den Effekt am Beispiel von Zyprexa® (Wirkstoff: Olanzapin) vorgerechnet. Dies ist eines der umsatzstärksten Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), im September 2011 ist das Patent für das Arzneimittel abgelaufen.

Das jetzt patentfreie Originalpräparat kostet laut Pro Generika je nach Packungsgröße bis zu 973 Euro nach dem Apothekenverkaufspreis. „Doch obgleich Generika bereits mehr als 80 Prozent günstiger sind, verpflichtet das Gesetz die Apotheken in Deutschland, vielfach das teure Altoriginal abzugeben“, hieß es von dem Branchenverband. Der Grund hierfür sei der fortbestehende Rabattvertrag des Erstanbieters, den dieser noch immer mit zahlreichen Krankenkassen mit insgesamt über 32 Millionen GKV-Versicherten besitze.

Paradoxerweise dürfe der Apotheker also nicht das um einige hundert Euro günstigere Generikum abgeben, sondern sei verpflichtet, das Rabattvertragsarzneimittel zu wählen. „Zyprexa® ist dabei kein Einzelfall, sondern zunehmender Trend, der verstärkt auch auf anderen Wirkstoffmärkten zu beobachten ist“, kritisierte Pro Generika. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #98372
Thelber
am Dienstag, 24. Januar 2012, 22:13

Oh je, wie besorgt sie um die Kassenfinazen sind - die Generikahersteller ....

Sind wohl Krokodilstränen, vermute ich mal. Um verlorene eigene Geschäfte eher als die Situation der Krankenkassen.
Meines Wissens gehen die Rabattverträge maximal 2 Jahre. Dann ändert sich alles -
für 2 Jahre. Dann kommt die nächste Runde - wieder 2 Jahre ...
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