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Ärzteschaft

Hartmannbund kritisiert Blockade der neuen Approbationsordnung durch Bundesrat

Donnerstag, 26. Januar 2012

Berlin – Der Hartmannbund hat die Blockade der neuen Approbationsordnung durch den Bundesrat scharf kritisiert. Das sei ein Schlag ins Gesicht zehntausender Medizinstudierender in Deutschland, sagte Kristian Otte, Vorsitzender des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund.

Dem Verband zufolge hat der Bundesrat die Entscheidung zur Änderung der Approbations­ordnung auf unbestimmte Zeit vertagt, die Kabinettsvorlage der Bundesregierung geht zu weiteren Beratungen zurück an die entsprechenden Fachministerien der Bundesländer. „Die vom Kulturausschuss des Bundesrates offensichtlich wegen zahlreicher Änderungswünsche beschlossene Vertagung gefährdet nicht nur die zeitnahe Umsetzung der von den Studierenden seit Jahren geforderten Mobilität im praktischen Jahr, sondern zum Beispiel auch die längst überfällige Abschaffung des Hammerexamens“, so Otte.

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Bereits jetzt sei eine Umsetzung der geplanten Maßnahmen nicht vor frühestens 2013 zu erwarten. Weitere Verzögerungen seien deshalb inakzeptabel. „Wir appellieren ausdrücklich an die Länder, hier nicht im Sinne engstirniger Kirchturmpolitik zu agieren, sondern zu begreifen, dass ohne die Lockerung verkrusteter Strukturen das Medizinstudium und damit auch der Arztberuf für junge Menschen immer unattraktiver werden“, mahnte der Ausschussvorsitzende. Dies werde sich durch eine weitere Verschärfung des Ärztemangels bitter rächen.

Im Vorfeld hatte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery, dem Bundesrat empfohlen, die Neufassung der Ärztlichen Approbationsordnung anzunehmen. Montgomery hatte betont, er unterstütze ausdrücklich die darin vorgesehene Abschaffung des sogenannten Hammerexamens nach dem praktischen Jahr (PJ), die Stärkung der Allgemeinmedizin in der Ausbildung, die erweiterten Wahlmöglichkeiten der Ausbildungsstätten im PJ sowie die Möglichkeit, das PJ in Teilzeit durchzuführen. © hil/aerzteblatt.de

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