NewsÄrzteschaftKVWL: Ambulante Medizin bei der GOÄ-Reform mehr berücksichtigen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KVWL: Ambulante Medizin bei der GOÄ-Reform mehr berücksichtigen

Freitag, 27. Januar 2012

Potsdam – Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) will bei der Reform der amtlichen Gebührenordnung (GOÄ) die Belange niedergelassener Ärzte besser berücksichtigt wissen. Zuvor hatte bereits  Bundes­ärzte­kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery eine zeitnahe Überarbeitung der GOÄ gefordert. 

„Wir unterstützen die Bundes­ärzte­kammer in ihrem Drängen auf eine längst überfällige Reform der Gebührenordnung“, betonte KVWL-Vorsitzender Wolfgang-Axel Dryden. Neben der Anpassung der Vergütung und der Neubeschreibung des ärztlichen Leistungsspektrums gelte es jedoch vor allem die spezifischen Bedingungen der ambulanten Medizin zu berücksichtigen. 

Dryden verwies auf das durchgehend hohe Niveau ambulanter ärztlicher Leistungen. „Die Kollegen bieten im Gegensatz zur Klinik nicht nur Facharztstandard, sondern die durchgängige persönliche Leistungserbringung durch einen Facharzt“, so der KV-Chef.  Die Delegation von Leistungen an noch in der Weiterbildung befindliche Ärzte sei in der ambulanten Versorgung nicht üblich. Dieses hohe Qualitätsniveau müsse sich auch in der Honorierung niederschlagen.

Anzeige

Auch bei der betriebswirtschaftlichen Kalkulation der einzelnen Gebührenpositionen drängt die KVWL darauf, die Praxisgegebenheiten spürbarer zu berücksichtigen. So könnten niedergelassene Ärzte nicht auf Krankenhausinfrastruktur und auf Klinikpersonal zurückgreifen, sondern müssten medizinische Geräte und Personal selbst finanzieren. „Das muss durch einen Zuschlag für die ambulante Leistung aufgefangen werden“, forderte Dryden. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. September 2020
Berlin – Ärzte können die Hygienepauschale über die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bis zum Jahresende 2020 abrechnen. Darauf haben sich Bundes­ärzte­kammer (BÄK), der Verband der Privaten
GOÄ: Hygienepauschale bis Jahresende verlängert
30. Januar 2020
Berlin – Die Vorschläge der wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem (KOMV) werden auch zwei Tage nach der Vorstellung des Gutachtens von den Akteuren im Gesundheitswesen weiter
Ambulante Versorgung: Neue Vergütungsvorschläge werden weiter diskutiert
29. Januar 2020
Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat heute das Ergebnis der wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem (KOMV) begrüßt, keine einheitliche Gebührenordnung einzuführen zu
Lob und Tadel für Honorarkommission
28. Januar 2020
Berlin – Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sollte künftig als Verhandlungslösung zwischen der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) ausgehandelt werden. Das schlägt die
Honorarkommission schlägt Verhandlungslösung für GOÄ vor
13. November 2019
Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und der Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) haben die Forderung an den Gesetzgeber erneuert, die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu novellieren. Nach 35
Ärzte erneuern Ruf nach überarbeiteter privatärztlicher Gebührenordnung
19. September 2019
Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) kritisiert, dass die Zahl der Obduktionen verstorbener Patienten in Deutschland auf einem niedrigen Niveau verharrt. „Obwohl schon vor Jahren die große
Ärztekammer Westfalen-Lippe für mehr Obduktionen
10. September 2019
Hannover – Die Krankenkassen in Niedersachsen haben im ersten Quartal dieses Jahres 53 Millionen Euro für Leistungen psychologischer Psychotherapeuten ausgegeben. Das seien knapp 10 Millionen Euro
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER