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Politik

Ärztemangel: Niedersachsen fördert Praxiskäufe oder Neugründungen

Mittwoch, 1. Februar 2012

Emlichheim – Niedersachsen will mehr Ärzte aufs Land locken. Neben bereits bestehender Anreize seien dafür in den Jahren 2012 und 2013 je eine Million Euro im Landeshaushalt vorgesehen, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Aygül Özkan (CDU) heute bei dem Besuch einer Hausarztpraxis in Emlichheim (Grafschaft Bentheim). Mit dem Geld sollen Praxiskäufe und Praxisgründungen finanziell unterstützt werden, falls der Versorgungsgrad in einer Region unter einer bestimmten Grenze liegt. Besonders in ländlichen Regionen sei es oft schwierig, Nachfolger für Arztpraxen zu finden, sagte Özkan.

Förderung auch für Studenten
Um mehr Mediziner für die Arbeit auf dem Land zu gewinnen, fördert Niedersachsen bereits seit 2010 Medizinstudenten, die im praktischen Jahr des Medizinstudiums in Hausarztpraxen arbeiten. Das Angebot an den Universitätskliniken sei meist so groß, dass die Studenten dort bleiben. Mit der Förderung sollen nun mehr von ihnen erfahren, „wie reizvoll die Arbeit als Hausarzt sein kann“, sagte Özkan.
 

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In Zukunft wolle man das Angebot weiter ausbauen, kündigte die CDU-Politikerin an. Derzeit können die Studenten in zwölf Praxen arbeiten, die 24 Plätze anbieten. Für den viermonatigen Aufenthalt erhalten sie 2.400 Euro. Auch die Praxen werden mit einem ähnlichen Betrag gefördert. „Eigentlich wollten wir, dass Allgemeinmedizin auch Pflichtfach im praktischen Jahr wird. Aber da hat die Wissenschaft etwas dagegen“, sagte Özkan. © dapd/aerzteblatt.de

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