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Ärzteschaft

Müller-Nachfolge: Beratungsgremium für den Übergang steht

Montag, 13. Februar 2012

Berlin – Das Gremium, das Andreas Köhler nach dem Rückzug seines Vorstandskollegen Carl-Heinz Müller in hausärztlichen Fragen beraten soll, steht. Ihm gehören Regina Feldmann, Wolfgang-Axel Dryden, Wolfgang Krombholz, Gerd Zimmermann und Thomas Fischbach an. Die fünf sollen den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Köhler beraten, bis ein Nachfolger für seinen Vorstandskollegen Müller gewählt ist. Dies wird nach bisheriger Planung auf der öffentlichen Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KBV am 21. Mai der Fall sein.

KBV-Vorstand Müller hatte Anfang Dezember überraschend den Rücktritt von seinem Amt erklärt. Er wolle sich in Zukunft stärker seiner Familie mit zwei kleinen Kindern widmen. Auch eine rasche Rückkehr in seine Trierer Hausarztpraxis hatte er angekündigt. Die Arbeit dort will er offenbar bereits im März wieder aufnehmen.

Wer echtes Interesse daran hätte, ihm in den KBV-Vorstand zu folgen, lässt sich derzeit schwer sagen. Zu hören ist immer wieder, der ein oder andere geeignete Kandidat wolle lieber an der Spitze einer eigenen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) stehen, als sich neben dem erfahrenen KBV-Vorstand Köhler bewähren zu müssen.

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Das fünfköpfige Beratungsgremium besteht aus berufspolitisch erfahrenen Mitgliedern. Regina Feldmann ist Vorstandsvorsitzende der KV Thüringen, Wolfgang-Axel Dryen Vorstandsvorsitzender der KV Westfalen-Lippe. Beide engagieren sich in der Arbeitsgemeinschaft „Länderübergreifender Angemessener Versorgungsanspruch“ (LAVA), die für eine bessere Honorierung der ambulanten Versorgung in acht Bundesländern kämpft.

Wolfgang Krombholz, KV-Vorstandsvorsitzender in Bayern, und Gerd Zimmermann, stellvertretender KV-Vorstandsvorsitzender in Hessen, hatten sich im Frühjahr 2011 durch ihr Engagement für die „Freie Allianz der Länder-KVen“ (FALK) eher als Kritiker der KBV-Vorstandspolitik positioniert. Doch um „FALK“ ist es wie um „LAVA“ in letzter Zeit ruhiger geworden.

Thomas Fischbach, das fünfte Mitglied im Beratungsgremium, ist niedergelassener Kinderarzt in Solingen. Fischbach gehört zum Vorstand des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte und ist in zahlreichen weiteren Gremien engagiert. Dass er in die Beratungsrunde einbezogen wurde, dürfte nicht zuletzt den Anspruch vieler Kinderärzte untermauern, als wichtiger Teil der hausärztlichen Versorgung gesehen zu werden. © Rie/aerzteblatt.de

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