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Smartphone-Apps im Gesundheitswesen auf dem Vormarsch

Montag, 27. Februar 2012

Berlin – Medizinprodukte und IT wachsen immer stärker zusammen. Das bietet große Chancen für eine effiziente Gesundheitsversorgung, stellt die beteiligten Ärzte, Krankenhäuser und Unternehmen aber auch vor organisatorische und regulatorische Herausforderungen. Das ergab der Workshop „Gesundheits-IT - Konvergenz von Medizintechnik und IT“ Ende Februar in Berlin. Veranstalter war „MedInform“, der Informations- und Seminarservice des Bundesverbandes Medizintechnologie.

Laut dem Workshop sind vor allem Medizinprodukte-Apps für Smartphones auf dem Vormarsch. Sie werden beispielsweise im Bereich der häuslichen Therapie und Diagnostik eingesetzt. Medizinprodukte für den häuslichen Gebrauch erlauben dem Betroffenen beispielsweise, seine Blutwerte über einen an sein Smartphone angeschlossenen Sensor zu erfassen und per WLAN an den behandelnden Arzt zu übermitteln, um von diesem oder gar dem Gerät selbst schon nach wenigen Momenten einen Therapievorschlag zu erhalten.

Eine Diskussionsrunde zeigte aber deutlich, dass der Fortschritt durch vernetzte Systeme, intelligente Technik und den Einsatz allgegenwärtiger Smartphones rechtliche und organisatorische Probleme mit sich bringt.

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„Wie kann der Anbieter eines Analyse-Apps sicherstellen, dass sein Programm trotz unvorhersehbarer Updates der Smartphone-Hersteller immer zuverlässig und korrekt funktioniert? Mit welchen faktischen und juristischen Folgen ist zu rechnen, wenn eine Fehlfunktion der Anwendung zu falschen Ergebnissen und Fehlbehandlung des Patienten führt?“, sind nur zwei der offenen Fragen.

Erst die Erprobung in der Praxis und eventuelle Gerichtsentscheidungen würden künftig zeigen, ob die medizinischen Apps für Patienten und Anwender nützlich sind, oder ob die Risiken einer folgenschweren Fehltherapie das vertretbare Maß für beide Seiten übersteigen, so das Fazit der Workshop-Teilnehmer. © hil/aerzteblatt.de

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