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Darmkrebsvorsorge für Männer früher beginnen

Montag, 27. Februar 2012

Ulm – Anlässlich des diesjährigen Darmkrebsmonats März hat der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (bng) gefordert, die Altersgrenze für Männer beim Einstieg in die Darmkrebsvorsorge zu senken. bng-Ehrenmitglied Jürgen Riemann appellierte an Kostenträger und Entscheider im Gesundheitswesen, Männern die Vorsorge auf Krankenkassenkosten ab 45 Jahre zu ermöglichen und ihnen mit 50 Jahren zum ersten Mal die Koloskopie anzubieten.

Bislang haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, sich ab dem 55. Lebensjahr alle zwei Jahre auf Blut im Stuhl untersuchen zu lassen oder alle zehn Jahre eine Koloskopie wahrzunehmen. Dieses Angebot besteht seit zehn Jahren. Seither haben laut bng von den anspruchsberechtigten Versicherten 20,1 Prozent der Frauen und 18,3 Prozent der Männer ihren Darm endoskopisch untersuchen lassen.

Dabei verdichteten sich in den letzten Jahren weltweit die Hinweise, dass es offenbar geschlechtsspezifische Unterschiede für den Beginn der Erkrankung gebe. Laut bng ist davon auszugehen, dass Männer früher und intensiver an Enddarmkrebs, also einem kolorektalen Karzinom, erkranken als Frauen.

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„Wir müssen leider immer wieder feststellen, dass unser Gesundheitssystem fast ausschließlich ein Reparaturbetrieb ist“, stellte Riemann in seinem Statement zum Darmkrebsmonat fest. Es bleibe daher die Aufgabe von Vereinen, Verbänden und Stiftungen, das so wichtige Anliegen der Prävention voranzubringen. © hil/aerzteblatt.de

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