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Endoprothesen­register soll bei Bedarf Rückruf­aktionen erleichtern

Donnerstag, 1. März 2012

Berlin – „Bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken ist es schon bald leichter als heute möglich, bei Bedarf gezielte Rückrufaktionen zu starten und betroffene Patienten schnell und direkt über mögliche Produkt- und Prozessmängel zu informieren“, erklärte der Geschäftsführer des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD), Joachim Hassenpflug, anlässlich der Diskussion um gesundheitsgefährdende Hüftprothesen, bei denen Metall auf Metall trifft.

Laut Bericht des „British Medical Journal“ können dabei Metalle wie Kobalt und Chrom im Körper frei werden. Wie viele Patienten mit künstlichen Hüftgelenken in Deutschland davon betroffen sind, ist jedoch unklar.

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Der Datenpool des EPRD solle es künftig gestatten, die Ursachen für einen eventuellen Misserfolg bei einem Endoprothesen-Eingriff leichter als bisher aufzuschlüsseln, sagte Hassenpflug. Es sei dann einfacher zu erkennen, ob die verwendeten Implantate, das operative Vorgehen oder patientenspezifische Merkmale für eine Wechseloperation verantwortlich seien. Zudem erleichtere das EPRD, Patienten bei Bedarf gezielt über fehlerhafte Implantate zu informieren.

Das Register ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, des Verbandes der Ersatzkassen, des AOK-Bundesverbandes, des Bundesverbandes Medizintechnologie und des BQS-Instituts.

Es verknüpft systematisch Routinedaten mit neuen Informationen über den Einbau künstlicher Hüft- und Kniegelenke. Auf dieser Datengrundlage will das EPRD langfristig die Qualität der Produkte beurteilen können und mehr über die Standzeit künstlicher Gelenke erfahren. Die Teilnahme am Endoprothesenregister ist für Krankenhäuser und Patienten freiwillig. 

Das EPRD wurde Ende 2010 gegründet und befindet sich zurzeit in fünf Kliniken in der Testphase. Mitte 2012 soll es seinen Betrieb aufnehmen. © fos/aerzteblatt.de

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