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Ärzteschaft

KBV: Zufrieden mit Ergebnissen ihrer Image-Umfrage

Freitag, 2. März 2012

Berlin – „Wenn die Presse in diesen Tagen etwas verwundert konstatiert, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung trotz der Diskussionen um die Vorstandsgehälter business as usual be­treibt, dann betrachte ich das als Kompli­ment.“ Mit diesen Worten hat Andreas Köhler, Vor­stands­vorsitzender der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung (KBV), am Freitag die Vertreterversammlung eröffnet. Köhler verwies darauf, dass man „mit voller Kraft“ an der Umsetzung des GKV-Versorgungs­struktur­ge­setzes arbeite. Die drei wichtigsten Baustellen seien die Reform der Bedarfsplanung, die ambu­lante spezialfachärztliche Versorgung und die Vergütung.

Gespräche mit Vertretern von Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Berufsverbänden haben nach Köhlers Worten ergeben, dass die Berücksichtigung von Mitversorgereffekten in der wohnortnahen Facharztversorgung im Rahmen der neuen Bedarfsplanung begrüßt werde.

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Auch eine kleinräumigere hausärztliche Planung findet offenbar viel Zustimmung. „Ein stärkerer Zuwachs an Zulassungsmöglichkeiten wird jedoch kritisch gesehen, insbesondere solange hierfür keine zusätzlichen Finanzmittel zur Verfügung stehen“, ergänzte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Zur Weiterentwicklung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs kündigte er eine Sonder-Vertreterversammlung für Ende April an.

Köhler verwies zudem auf zwei Umfragen, die die KBV vor kurzem in Auftrag gegeben hat. Die erste, deren Ergebnisse nun vorliegen, hatte vor allem zum Ziel, das Image der KBV bei den niedergelassenen Ärzten und Psychologischen Psychotherapeuten zu erfassen. Dafür wurden rund 1.000 Telefoninterviews geführt.

Danach ist die Bekanntheit der KBV sehr hoch, neun von zehn Befragten verbinden etwas mit ihr. Spontan assoziierten die meisten Köhlers Darstellung zufolge mit der KBV das Thema Honorar, gefolgt vom Thema Interessenvertretung. Die Bedarfsplanung wurde hingegen nur von sechs Prozent der Befragten genannt. „Insgesamt wird der KBV eine wichtige und notwendige Rolle zugeschrieben“, fasste Köhler zusammen.

Dazu passt, dass jeder Zweite angab, er wolle gern häufiger und öfter direkte Informationen von der Bundesebene erhalten. Bei aller Kritik werde zudem das KV-System nicht in Frage gestellt, betonte der KBV-Vorstand. Weniger als zehn Prozent der Befragten gaben an, das System verlassen zu wollen, wenn sie könnten. Köhler kündigte an, die KBV werde sich in nächster Zeit noch intensiver mit dem Thema Bürokratieabbau befassen. In diesem Bereich habe man bei der Umfrage schlecht abgeschnitten.

Die zweite Umfrage hat die berufliche Situation der Niedergelassenen zum Schwerpunkt. Sie wird gemeinsam mit dem NAV-Virchow-Bund und der Brendan-Schmittmann-Stiftung durchgeführt. Die Meinungsforscher wollen wissen, wie es um Arbeitszeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Teilnahme an Selektivverträgen, Praxisumsatz und wirtschaftliche Zufriedenheit steht. © Rie/aerzteblatt.de

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