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Medizin

Bei Schlag­anfall-Prophylaxe vor allem auf Transfette achten

Mittwoch, 7. März 2012

North Carolina – Ältere Frauen, in deren Ernährung Transfette eine große Rolle spielen, haben ein höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall als Frauen, die sich transfettarm ernähren. Diese Erkenntnisse machten Wissenschaftler um Ka He von der UNC Public Health School. Sie veröffentlichten ihre Studienergebnisse in der Zeitschrift Annals of Neurology (DOI: 10.1002/ana.23555).

Es ließ sich jedoch gleichzeitig beobachten, dass das Schlaganfallrisiko bei den Frauen, die zwar Transfette aßen, aber gleichzeitig Acetylsalicylsäure (ASS) einnahmen, deutlich geringer ausfiel, als bei den Frauen, die kein ASS einnahmen. Transfette kommen hauptsächlich in Fertigbackmischungen, Chips, Plätzchen, Kuchen und frittierten Lebensmitteln vor.

Die Wissenschaftler schlossen in ihre Studie die Daten der Women’s Health Initiative Observational Study ein. Dies waren die Daten von 87.025 Frauen, die zwischen 50 und 79 Jahre alt waren. Insgesamt traten 1.049 Schlaganfälle in einem Beobachtungszeitraum von neun Jahren auf.

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Die Frauen, deren Ernährung am meisten Transfette beinhaltete, hatten ein um etwa 39 Prozent höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall als die Frauen, die sich transfettarm ernährten.

Dieses Risiko war noch höher, wenn die Frauen kein ASS einnahmen. So lag das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall bei den Frauen, die kein ASS einnahmen und sich transfettreich ernährten, etwa 66 Prozent höher als bei den Frauen mit transfettarmer Ernährung.

Bei den Frauen, die über einen langen Zeitraum ASS einnahmen, konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen einer transfettreichen Ernährung und dem Auftreten von Schlaganfällen entdecken. Diese Beobachtung ließ die Forscher schlussfolgern, dass die Einnahme von ASS möglicherweise dem erhöhten Schlaganfallrisiko durch die Einnahme von Transfetten entgegenwirken kann.

Die Frauen, die am meisten Transfette zu sich nahmen, waren auch mit höherer Wahr­scheinlichkeit Raucher, Diabetiker, betrieben weniger Sport und hatten einen niedrigeren sozioökonomischen Status. ASS senkt die Gefahr für einen Schlaganfall vermutlich aufgrund seiner antientzündlichen und thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften.

Die Forscher konnten in ihrer Studie keine weiteren Zusammenhänge zwischen dem Essen von anderen Fetten und dem Auftreten ischämischer Schlaganfälle beobachten. Sie schlossen, dass ihre Studienergebnisse hervorheben, wie wichtig das Verzichten auf Transfette sei. © hil/aerzteblatt.de

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