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Medizin

Reis erhöht Risiko für Diabetes mellitus Typ 2

Montag, 19. März 2012

Boston – Das Risiko an einem Typ2-Diabetes-Mellitus zu erkranken, erhöht sich signifikant, wenn Personen häufig weißen Reis essen. Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Emily Hu von dem Department of Nutrition der Harvard School of Public Health. Sie publizierten ihre Ergebnisse im British Medical Journal (doi: 10.1136/bmj.e1454).

Weißer Reis ist der am häufigsten konsumierte Reis weltweit. Er besitzt hohe glykämische Indexe. Der glykämische Index, kurz GI, ist ein Maß, das die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel misst. Je höher der GI, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel bei dem Konsum eines bestimmten Lebensmittels an. Menschen, die Nahrung mit hohen glykämischen Indexen zu sich nehmen, entwickeln häufig einen Diabetes Mellitus Typ2. Während die asiatische Bevölkerung etwa vier Portionen Reis pro Tag zu sich nimmt, wird in der westlichen Welt weniger als fünfmal pro Woche Reis gegessen.

Weißer Reis hat weniger Nährstoffe als brauner Naturreis, der Inhaltsstoffe wie Magnesium und Vitamine enthält, die das Risiko für einen Diabetes Mellitus Typ2 senken können.

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Vorherige Studienergebnisse haben bereits Hinweise ergeben, dass weißer Reis das Risiko für einen Diabetes Mellitus Typ2 erhöht. Die Wissenschaftler wollten nun herausfinden, inwieweit dieses Risiko von der Menge des konsumierten Reises abhängt und ob diese Zusammenhänge besonders in der asiatischen Bevölkerung zu beobachten sind, da diese häufiger weißen Reis essen als Menschen aus westlichen Ländern.

Die Forscher untersuchten die Daten von vier verschiedenen Studien, wobei zwei dieser Studien aus westlichen und zwei aus asiatischen Ländern stammten. Alle Studienteilnehmer waren zu Beginn der Studie nicht an Diabetes Mellitus Typ2 erkrankt. Von 352.834 Probanden erkrankten im Studienverlauf 13.284 an einem Diabetes Mellitus Typ2.

Der Zusammenhang zwischen dem Essen von weißem Reis und dem Risiko einen Diabetes Mellitus Typ2 zu entwickeln war in den asiatischen aber auch in den westlichen Ländern nachweisbar. Je mehr Reis gegessen wurde, desto höher wurde auch das Risiko für einen Diabetes mellitus Typ2.

Die Wissenschaftler behaupten abschließend, dass eine erhöhte Aufnahme von weißem Reis zu einem signifikant höheren Risiko für Diabetes mellitus Typ2 führen kann. Dieser Zusammenhang zeige sich in westlichen und asiatischen Kulturkreisen. Da in asiatischen Ländern jedoch durchschnittlich mehr Reis gegessen werde, sei die Bedeutung dieses Risikofaktors dort höher als in der westlichen Bevölkerung.

© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #88906
gammon
am Dienstag, 20. März 2012, 05:14

mmmh

Ohne die Studie oder deren Abstract gelesen zu haben, frage ich mich, ob es eigentlich anstelle von "weißem" nicht "nicht-brauner" Reis heißen müßte.
Das Problem ist ja wie beim Fast Food und anderem industriellem Zeugs nicht unbedingt das eigentliche Nahrungsmittel, sondern dessen Menge, das Verhältnis einzelner Nahrungsmittel im "Gesamtmix" und das Fehlen von wichtigen Teilen wie Schalen, Fasern etc. der Nahrungsmittel.
Und wenn das alles stimmte, kann man auch wieder von Essen anstelle Nahrungsmiteln reden ;-)

Brauner Reis schmeckt mir übrigens besser als weißer.
Just my 2 cents.
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