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Gastroenterologen setzen auf Kapsel-Endoskopie

Montag, 19. März 2012

Ulm – Auf die Bedeutung der Darmkrebsspiegelung zur Krebsvorsorge und -früherkennung hat der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) hingewiesen. „In Deutschland gehen wir davon aus, dass die Darmspiegelung im Rahmen des Screeningprogramms der gesetzlichen Krankenkassen mehr als 80 Prozent der Todesfälle durch Darmkrebs verhindern kann“, sagte Arno Theilmeier vom bng.

Aber obwohl die Koloskopie in Deutschland einen hohen Standard habe, stießen Endoskopiker bei einigen Patienten auf physiologische oder psychologische Grenzen. Nach Auffassung des Berufsverbandes bietet die Kolonkapsel-Endoskopie hier eine Alternative, um diese Grenzen zu überwinden, da es sich um ein nicht-invasives und zuverlässiges Verfahren handele.

Die Kolonkapsel-Endoskopie lasse sich praktikabel in den Routinealltag einer gastroenterologischen Fachpraxis integrieren, erläuterte der Leiter der Kapselgruppe des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) Horst Hohn aus Koblenz, bei einem nationalen Anwendertreffen in Düsseldorf.

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Die Europäische Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie empfehle in ihrer Leitlinie die Kolonkapsel-Endoskopie „bei Patienten, die eine herkömmliche Koloskopie ablehnen oder für diese kontraindiziert sind“, so Horst Neuhaus, Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses Düsseldorf, auf dem Treffen. © hil/aerzteblatt.de

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