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Medizin

Wie tumorfreie Ränder bei DCIS die Prognose beeinflussen

Mittwoch, 28. März 2012

New York – Tumorfreie chirurgische Ränder sollten bei der Operation eines ductalen Carcinomas in situ (DCIS) der Brust angestrebt werden, um die Prognose der Betroffenen zu verbessern. Unabhängig von einer anschließenden Radiotherapie sollten sich die behandelnden Ärzte um diese tumorfreien Randgebiete bemühen. Das betonen Wissenschaftler um Monica Morrow von dem Department of Surgery des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York. Sie publizierten die Ergebnisse ihrer Metaanalyse in der Zeitschrift Journal of the National Cancer Institute (doi: 10.1093/jnci/djs165).

Das duktale Carcinoma in situ ist eine Form des Brustkrebses bei der die Milchgänge befallen sind. DCIS machen etwa 15 Prozent aller Brustkrebsfälle aus.Tumorfreie chirurgische Ränder sind ein wichtiger Faktor, um das Risiko für ein lokales Rezidiv zu  minimieren. Die operierenden Chirurgen sollten, unabhängig davon ob die Betroffenen im Anschluss eine Radiotherapie erhalten, den Tumor möglichst komplett aus dem gesunden Gewebe entfernen.

Die Wissenschaftler nutzten in ihrer Metaanalyse die Daten verschiedener Studien, die sich mit dem Abstand zwischen Tumor- und gesundem Gewebe und dem Risiko eines lokalen Rezidivs beschäftigten. Dabei unterschieden sie zwischen Frauen mit ductalem Carcinoma in situ mit Radiotherapie und ohne eine Radiotherapie und untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Auftreten eines lokalen Rezidivs und dem operierten Gebiet.

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Die  Forscher werteten die Daten von 21 Studien mit 7.564 Frauen mit einem ductalen Carcinoma in situ aus. Sie beurteilten dabei den tumorfreien Rand und dessen Zusammenhang mit einem lokalen Rezidiv. Es zeigte sich, dass, unabhängig von einer Radiotherapie, ein tumorfreier Rand von zehn Millimetern mit einem kleineren Risiko für ein Lokalrezidiv einherging.

Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass nicht alle operativen Eingriffe eine tumorfreie Randzone von zehn Millimetern garantieren können, deswegen sei eine anschließende Radiotherapie weiterhin obligat. Die Ergebnisse heben jedoch hervor, dass mindestens eine tumorfreie Resektion von zehn Millimetern vonnöten sei, um das Risiko für anschließende Lokalrezidive zu senken. © hil/aerzteblatt.de

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