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Medizin

Erste Transplantation eines Gesichtsschädels

Mittwoch, 28. März 2012

Baltimore – US-Chirurgen haben in einer 36-stündigen Operation die bisher ausgedehnteste Gesichtstransplantation durchgeführt. Bereits nach einer Woche wurde das Ergebnis jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der heute 37 Jahre alte Empfänger des Transplantats hatte vor 15 Jahren bei einem Unfall mit Schusswaffen Lippen und Nase verloren. Die Beweglichkeit des Mundes war deutlich eingeschränkt. Seither hatte der Mann die Öffentlichkeit gemieden und zurückgezogen gelebt.

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Das Team um Eduardo Rodriguez vom University of Maryland Medical Center in Baltimore transplantierte von einem anonymen Spender das gesamte Mittelgesicht einschließlich Oberkiefer und Unterkiefer mitsamt dem Zahnapparat sowie Teilen der Zunge. Weiterhin enthielt das Transplantat sämtliche Weichteile vom Haaransatz bis zum Hals inklusive der mimischen Muskulatur.

Dem Team gehörten neben Spezialisten der kraniofazialen Chirurgie auch Mikro­chirurgen an, die neben den Blutgefäßen auch die Verbindung mit den Nerven für die Muskulatur und die Sensibilität herstellten. Die Operation fand im Rahmen einer 72-stündigen Mehrfachtransplantation statt, bei der die Organe des Spenders auf insgesamt fünf Patienten verteilt wurden.

Der Patient soll mit dem Resultat zufrieden sein. Er wird aber lebenslang auf Immunsuppressiva angewiesen sein. Die Operation wurde von der US-Marine gesponsert. Zu den Ärzten gehörten Spezialisten für Schussverletzungen.

© rme/aerzteblatt.de

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