NewsPolitikBouffier unterstützt Moratorium für Uniklinik Gießen-Marburg
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bouffier unterstützt Moratorium für Uniklinik Gießen-Marburg

Donnerstag, 29. März 2012

Wiesbaden – Im Streit über die geplante Stellenreduzierung an der Uniklinik Gießen-Marburg erhöht sich der Druck auf den Betreiber Rhön-Klinikum AG. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellte sich am Mittwoch hinter die Forderung des Betriebsrates nach einen Moratorium. Eine Verlängerung der befristeten Verträge wäre ein Schritt hin zu mehr Vertrauen, sagte Bouffier nach einem Treffen mit dem Betriebsrat in Wiesbaden. Er würde es deshalb begrüßen, wenn die Klinikleitung den Aufschub umsetzen würde.

Das Treffen mit dem Betriebsrat bezeichnete Bouffier als „gutes Gespräch“. Er freue sich, dass der Betriebsrat nun doch Gespräche mit den von der Landesregierung eingesetzten Mediatoren führen wolle. Berichte über die Streichung von 500 Stellen an dem privatisierten Universitätskrankenhaus hatten vor einigen Wochen für Aufregung gesorgt. Bouffier hatte sich daraufhin persönlich eingeschaltet und erklärt, der Stellenabbau sei „vom Tisch“. Das Land hatte zudem Ex-Kanzleramtsminister Friedrich Bohl (CDU) und den früheren FDP-Vorsitzenden Wolfgang Gerhardt als Mediatoren eingesetzt.

Anzeige

SPD kritisiert Einsetzung der "Parteisoldaten" als Mediatoren
Die SPD kritisierte erneut die Einsetzung der beiden „Parteisoldaten“ als Mediatoren als „absurd“. Der Betriebsrat habe zu Recht erst einmal zwei Kennenlerntermine gefordert, sagte SPD-Fraktionsvize Thomas Spies. Dass sich die Landesregierung nun auch für eine Verlängerung der befristeten Arbeitsverträge einsetzen wolle, sei ein „wichtiger Schritt in die richtige Richtung“.

Das nehme wenigstens bei einem Teil der Belegschaft die Unsicherheit, die in den vergangenen Wochen entstanden sei, sagte Spies. Nun müsse die Landesregierung aber auch „liefern und das Verhandlungsergebnis beim Rhön-Klinikum durchsetzen“, forderte er. Der Gießener Landtagsabgeordnete Gerhard Merz ergänzte, damit wäre „wenigstens der sogenannte kalte Stellenabbau vom Tisch“. Der Betriebsrat habe in dem Gespräch offenbar hart verhandelt und einen „Teilerfolg“ erzielt.

CDU-Fraktionschef Christean Wagner betonte, Bouffier habe „eine Brücke für gemeinsame Gespräche gebaut“ und damit „einmal mehr bewiesen, dass sein zusammenführender Stil erfolgreich und am Wohl der Menschen orientiert ist“. Auch er sprach sich für die Verlängerung der befristeten Arbeitsverträge aus. So könne das Universitätsklinikum sein Vertrauens- und Kommunikationsverhältnis zum Betriebsrat verbessern, sagte Wagner. © dapd/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER