NewsVermischtesVersorgungsangebote für Kinder reichen nicht aus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Versorgungsangebote für Kinder reichen nicht aus

Donnerstag, 29. März 2012

Berlin – Die Angebote für Kinder mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen oder aus Familien mit kranken Eltern sind in Deutschland unzureichend. Das hat Hubertus von Voß, Bundesvorsitzender des Verbandes „Kindernetzwerk e.V. für Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene mit chronischen Krankheiten und Behinderungen“ kritisiert.

Wichtig sei zum Beispiel, die insgesamt zwölf Sozialgesetzbücher neu auszurichten. Diese böten Kindern mit besonderen Bedürfnissen zwar prinzipiell ein weites Netz an sozialer Fürsorge, erreichten jedoch häufig nicht die tatsächlich sozial Bedürftigen. Daher fordert das Kindernetzwerk ein für alle Altersgruppen verständliches „Teilhabe- und Leistungsgesetz“, welches alle sozialen Hilfen für Menschen in Not allgemein und transparent bündelt.

Anzeige

„Es darf nicht so bleiben, dass nur der soziale Hilfen und Unterstützung gewinnt, der selbst kundig genug ist, den Dschungel der Sozialgesetzgebung durchdringen zu können“, sagte Voß anlässlich der Jubiläumstagung „20 Jahre Kindernetzwerk“ in der Charité in Berlin.

„Dringender Handlungsbedarf“ bestehe auch bei pflegebedürftigen Kindern mit und ohne mentale Behinderungen. Was bei der Pflegebedürftigkeit für Menschen mit einer Demenz gelten soll, müsse auch Kindern aller Altersgruppen bis ins junge Erwachsenenalter hinein eingeräumt werden. Dazu gehöre eine individuell ausgerichtete Beaufsichtigung, ausreichende Kurzzeitpflegeplätze und vor allem eine kindgerechte Pflegebegutachtung, so Voß.

Er betonte, die Gesellschaft müsse noch stärker als bisher ein tragfähiges Kinderbewusstsein entwickeln. Um diesen Prozess zu forcieren, haben Kindernetzwerk e.V. und die Eltern-Selbsthilfe in Deutschland in Berlin gemeinsam den sogenannten „2. Berliner Appell 2012“ verabschiedet.

Er soll dazu beitragen, dass das Motto des Jubiläums „Eine Zukunft für vergessene Kinder“ praktische Politik wird. Knapp 300 Delegierte haben den Appell einstimmig verabschiedet, der damit von den bundesweit mehr als 100.000 assoziierten Mitgliedern aus 100 Mitgliedsorganisationen getragen wird. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER