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Neue Mutterschafts­richtlinien: Für DEGUM ein Mindeststandard

Donnerstag, 29. März 2012

dapd

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) begrüßt die neuen Mutterschaftsrichtlinien und die künftigen Möglichkeiten, die Schwangeren während des Zweiten Ultraschallscreenings zur Verfügung stehen sollen. Nach den vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss beschlossenen Änderungen der Mutterschafts­richtlinien steht bald allen werdenden Müttern ab der zwanzigsten Schwanger­schaftswoche eine Ultraschalluntersuchung „mit systematischer Untersuchung der fetalen Morphologie durch einen besonders qualifizierten Untersucher“ offen.

Gleichzeitig betonte die DEGUM vor der Presse, dass sie sich eine noch genauere Untersuchung wünsche sowie eine noch umfassendere Weiterbildung der untersuchenden Ärzte, um Krankheiten und Fehlbildungen bei Föten noch früher zu finden.

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„Studien zeigen, dass die pränatalen Entdeckungsraten für schwere Fehlbildungen zunehmend hinter denen anderer europäischer Länder zurückfallen“ sagte Ulrich Gembruch, Direktor der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Universitätsklinikum Bonn.

Dieser Entwicklung sollen die neuen Mutterschaftsrichtlinien entgegenwirken. Für das zweite Schwangerschaftsscreening zwischen der 19. und 22. Woche sollen den Schwangeren künftig folgende Möglichkeiten zur Wahl stehen: Sonografie mit Biometrie ohne systematische Untersuchung der fetalen Morphologie oder Sonografie mit Biometrie mit systematische Untersuchung der fetalen Morphologie durch einen besonders Qualifizierten Untersucher oder der Verzicht auf die Gesamte Untersuchung.

Annegret Geipel, Vorstandsmitglied der DEGUM, begrüßte die Änderungen der Richtlinien, da die Qualität des Ultraschallscreenings so verbessert werde. Sie übte aber auch Kritik, insbesondere an der Ausbildung, welche die noch nicht qualifizierten Untersucher durchlaufen sollen. 

Geplant ist eine onlinebasierte Fachwissensprüfung, welche von der KBV und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt wird. Nicht vorgesehen seit allerdings die Überprüfung praktischer Fähigkeiten. Auch ein regelmäßiges Audit oder eine Rezertifizierung würden nicht durchgeführt. Geipel betonte, dass dies bei der Ausbildung von zertifizierten Untersuchern der Stufe I und II der DGUM Standard sei. © JD/aerzteblatt.de

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