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Keine Hinweise auf Schmallenberg-Virus beim Menschen

Montag, 2. April 2012

Berlin – Das für Rinder, Schafe und Ziegen gefährliche Schmallenberg-Virus infiziert in der Regel keine Menschen. Das hat eine Studie bei dutzenden Schäfern ergeben, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag in Berlin mitteilte. Die Experten hatten Ende Februar 60 Schafhaltern und einem Rinderhalter Blut zur Untersuchung entnommen, weil sie am meisten Kontakt mit dem neuen Erreger haben.

Bei den Blutuntersuchungen fanden die RKI-Forscher demnach keine Antikörper gegen das Schmallenberg-Virus im Blut. Solche Antikörper wären ein Beleg für eine Infektion mit dem Virus gewesen. Auch habe es in keinem Fall einen direkten Virennachweis gegeben, so dass das Risiko von Infektionen beim Menschen auch aufgrund der genetischen Eigenschaften des neuen Virus laut RKI „als äußerst gering“ einzuschätzen sei.  

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Das Schmallenberg-Virus war im Sommer 2011 zunächst in den Niederlanden auf­ge­taucht. In Deutschland konnte das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit das Virus erstmals im November bei Proben von Tieren aus dem Ort Schmallenberg im Sauerland nachweisen. Seitdem tauchte es in fast allen Bundesländern auf. Insgesamt wurde das Virus bislang bei Tieren aus 1120 Betrieben festgestellt. Auch in anderen europäischen Ländern trat das Schmallenberg-Virus auf.  

Das Virus befällt hauptsächlich Schafe, aber auch Rinder und Ziegen. Wird ein trächtiges Tier infiziert, können erhebliche Schäden bei neugeborenen Tieren auftreten. So wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium in Deutschland zu Beginn des Jahres Lämmer mit zum Teil schweren Missbildungen geboren, seit Februar auch Kälber. Übertragen wird das Virus durch kleine Mücken. © afp/aerzteblatt.de

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