NewsMedizinOsteoporose durch Antiepileptika
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Osteoporose durch Antiepileptika

Montag, 2. April 2012

Bonn – Die langfristige Behandlung mit Antiepileptika kann zu einer „Abnahme der Knochendichte unter dem Bild der Osteoporose bis hin zu pathologischen Frakturen“ führen. Diesen Hinweis will das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in die Produktinformation einer Reihe von Antiepileptika aufnehmen und hat deshalb ein Stufenplanverfahren eingeleitet.

Auslöser des Warnhinweises sind Spontanberichte aus der Europäischen Union sowie Daten aus klinischen, nicht-klinischen und epidemiologischen Studien, teilt das BfArM mit. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die Anwendung von Antiepileptika mit einem erhöhten Risiko von Knochenerkrankungen einhergehen könnte. Der Mechanismus, über den die Wirkstoffe den Knochen-Metabolismus beeinflussen, sei nicht bekannt.

Anzeige

Betroffen sind alle Medikamente mit den Wirkstoffen Carbamazepin, Lamotrigin, Natriumvalproat, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin und Primidon. Das BfARM folgt einer Empfehlung der Pharmakovigilanzarbeitsgruppe (PhVWP) der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA vom Oktober 2011. Die Hersteller haben vier Wochen Zeit, Einwände gegen den Beschluss zu erheben. Im anderen Fall müssen sie den Hinweis in die Fachinformationen ihre Präparate aufnehmen. Einschränkungen in der Anwendung sind nicht vorgesehen. © rme/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. Januar 2019
Melbourne – Die Injektion von thermoplastischem Kunststoff („Knochenzement“) kann nach einer Kompressionsfraktur den Wirbelkörper stabilisieren. Doch dass perkutane Vertebroplastie und Kyphoplastie
Kompressionsfraktur: Task Force bezweifelt Nutzen von Knochenzement
18. Januar 2019
Newcastle upon Tyne – Die monatliche Einnahme von Vitamin D3 über ein Jahr hat in einer randomisierten klinischen Studie im American Journal of Clinical Nutrition (2019; doi: 10.1093/ajcn/nqy280) zwar
Osteoporose: Auch hoch dosiertes Vitamin D kann Knochendichte nicht erhöhen
4. Januar 2019
München – Die Versorgung von Osteoporosepatienten verbessern wollen Ärzte und Wissenschaftler um Wolfgang Böcker und Christian Kammerlander von der Klinik für Allgemeine, Unfall- und
Münchener Chirurgen wollen Versorgung von Osteoporosepatienten verbessern
2. Januar 2019
Montreal – Die Knochendichte, deren Verminderung im Alter die Ursache der Osteoporose ist, wird durch 518 Genvarianten beeinflusst, die nach den Ergebnissen einer genomweiten Assoziationsstudie (GWAS)
Mehr als 500 Genvarianten beeinflussen Knochendichte
19. Oktober 2018
Genf – Jedes Jahr kommt es in den sechs EU-Ländern Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich zu insgesamt rund 2,7 Millionen Osteoporose bedingten
Zahl der Osteoporose bedingten Knochenbrüche geht in die Millionen
8. Oktober 2018
Auckland – Die Nahrungsergänzung mit Vitamin D verhindert keine Frakturen oder Stürze, und sie verbessert auch die Knochenmineraldichte bei Erwachsenen nicht. Das berichten Wissenschaftler um Mark
Nahrungsergänzung mit Vitamin D hilft nicht gegen Osteoporose
6. Juli 2018
Göteborg – Die tägliche Einname eines Probiotikums hat in einer randomisierten klinischen Studie im Journal of Internal Medicine (2018: doi: 10.1111/joim.12805) den Rückgang der Knochenmasse bei
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER