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Neues Register zum plötzlichen Herztod von Sportlern

Dienstag, 3. April 2012

2004 verstarb in Brasilien der 30-Jährige Fußball-Profi Serginho /dpa

Saarbrücken – Ein bundesweites Register zum plötzlichen Herztod von Sportlern will das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes aufbauen. Schirmherrschaft ist die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie mit finanzieller Förderung der Deutschen Herzstiftung.

„Wir gehen bisher davon aus, dass junge Sportler höchstens in drei von 100.000 Herztodesfällen pro Jahr die Betroffenen sind. Das Risiko steigt jedoch ab dem 35. Lebensjahr. Nach den schweren Sportverletzungen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen damit die häufigste Todesursache unter Sportlern“, erläutert Tim Meyer, der das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Saar-Uni leitet und als Mannschaftsarzt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft betreut.

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Das Risiko für einen plötzlichen Herztod ist zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt, rund 90 Prozent aller Betroffenen sind Männer. Am häufigsten trifft es die 40- bis 50-Jährigen.

„Wir wissen heute, dass es regional unterschiedliche Ursachen für den plötzlichen Herztod gibt. Dabei ist noch nicht geklärt, ob ausschließlich die ethnische Zugehörigkeit der Betroffenen eine Rolle spielt. Wir brauchen daher nationale Register, um in Zukunft plötzlichen Todesfällen von Wettkampf- und Freizeitsportlern aus unterschiedlichen Regionen optimal vorbeugen zu können“, nennt Meyer als Begründung für die neue Datenbank. © hil/aerzteblatt.de

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