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Ärzteschaft

Förderprogramm für Hausärztenachwuchs zeigt erste Erfolge

Donnerstag, 5. April 2012

dpa

Berlin – 3.263 ambulant tätige Allgemeinmediziner in Weiterbildung wurden 2010 im Rahmen des neustrukturierten Förderprogramms unterstützt. Im stationären Bereich waren dies 1.923 Ärzte. Das ist das Ergebnis eines aktuell veröffentlichten Evaluationsberichtes, herausgegeben von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, der Deutschen Krankhausgesellschaft unter Beteiligung der Bundesärztekammer und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

„Im ambulanten Bereich war von 2008 auf 2009 ein stark rückläufiger Trend an Ärzten in Weiterbildung festzustellen, 2010 konnte dieser Trend immerhin abgebremst werden“, heißt es dazu in dem Bericht. Das Jahr 2010 sei dabei als Übergangsjahr zu werten und das Förderprogramm werde voraussichtlich erst ab dem Jahr 2011 umfassender greifen.

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Im stationären Bereich ist der Evaluation zufolge in der Tendenz ein leichter Anstieg der geförderten Stellen erkennbar, nachdem in den Vorjahren die Zahl der geförderten Stellen stagniert hat beziehungsweise sogar leicht zurückgegangen ist. „Als positiv anzusehen ist die Tatsache, dass alleine 2010 mit 660 teilnehmenden Krankenhäusern jedes dritte Krankenhaus in Deutschland Ärzte im Rahmen des Förderprogramms weitergebildet hat“, so die Institutionen.

Insofern könne festgestellt werden, dass das Förderprogramm in den Kliniken flächendeckend etabliert ist. Erfreulich sei zudem, dass sich zwischenzeitlich in 12 von 17 Bezirken sogenannte Koordinierungsstellen auf Landesebene gebildet hätten. Sie sollen unter anderem die Koordination und Organisation der Weiterbildung fördern sowie als Informationsplattform und Vermittlungsstelle zwischen Krankenhäusern und Praxen dienen. Die Vertragspartner gehen davon aus, dass in den übrigen Gebieten die Koordinierungsstellen noch dieses Jahr ihre Arbeit aufnehmen werden, damit die weiterzubildenden Ärzte flächendeckend davon profitieren können.

Die zum 1. Januar 2010 in Kraft getretene „Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung“ enthält sowohl monetäre Anreize als auch strukturelle Rahmenbedingungen. Ziele sind eine optimierte Begleitung und Unterstützung des Arztes in Weiterbildung, eine verbesserte Kommunikation aller Beteiligten und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Förderung auf Basis der jährlichen Evaluation. © hil/aerzteblatt.de

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