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Politik

Saarland verbessert Infektionsschutz

Donnerstag, 5. April 2012

Saarbrücken – Im Saarland ist eine Verordnung über die Verbesserung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen in Kraft getreten. Sie soll den Schutz vor Infektionen im Rahmen medizinischer Behandlungen weiter verbessern.

„Im Krankenhaus erworbene, sogenannte nosokomiale Infektionen stellen für Patienten und behandelndes Personal ein großes Risiko dar, insbesondere dann, wenn es sich um Erkrankungen durch resistente Erreger handelt“, so die saarländische Gesundheits­ministerin Monika Bachmann (CDU).

Schätzungen gingen davon aus, dass bundesweit 400.000 bis 600.000 Menschen im Rahmen medizinischer Behandlungen an Infektionen erkrankten. „Dabei kann ein großer Teil der Infektionen durch gezielte Überwachung und Hygienemaßnahmen verhindert werden“, so Bachmann.

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Deshalb schreibe die neue Verordnung Krankenhäusern, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen mit krankenhausähnlicher medizinischer Versorgung, Dialyseeinrichtungen, Entbindungseinrichtungen und Tageskliniken in unterschiedlichem Umfang Maßnahmen zur Verbesserungen der Hygiene vor.

So werden die Träger der Einrichtungen laut Ge­sund­heits­mi­nis­terium verpflichtet, die baulich-funktionellen und betrieblich-organisatorischen Voraussetzungen für die Einhaltung der Hygiene sicherzustellen. Sie haben auch eine angemessene Ausstattung mit Fachpersonal sicherzustellen.

Dazu gehören hauptamtliche Krankenhaushygieniker bei Krankenhäusern ab 400 Betten beziehungsweise hohem Infektionsrisiko, Hygienefachkräfte, hygienebeauftragte Ärzte und Hygienebeauftragte in der Pflege. Sie sollen Maßnahmen zu Verbesserung der Hygiene in Strukturen und Abläufen umsetzen und das Personal in diesem Bereich regelmäßig fortbilden.

Auch Arzt- und Zahnarztpraxen müssen in Hygieneplänen innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene festlegen. Die Leiter der medizinischen Einrichtung hat nach der neuen Verordnung die rechtlichen Vorgaben und die Empfehlungen der entsprechenden Fachkommissionen am Robert-Koch-Institut umzusetzen.

„Die Verantwortung für die Hygiene in medizinischen Einrichtungen ist jetzt Chefsache“, so Ministerin Bachmann. „Oberstes Ziel ist der Schutz der Patienten, aber auch des Personals vor Infektionen, die durch eine entsprechende Hygiene vermeidbar wären.“ © hil/aerzteblatt.de

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