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Politik

Zusätzliches Kapital für Krankenhäuser durch Fundraising

Donnerstag, 5. April 2012

dpa

München – Professionelles Fundraising kann deutschen Krankenhäusern helfen, dem Investitionsstau zu entkommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Roland Berger in Kooperation mit dem Deutschen Fundraising Verband. Demnach erwirtschaften deutsche Krankenhäuser durch Fundraising-Aktivitäten bereits signifikante Beträge von bis zu drei Millionen Euro jährlich und können damit wichtige Projekte finanzieren.

Das duale Finanzierungssystem in Deutschland reicht der Unternehmensberatung Roland Berger zufolge vielen Kliniken nicht mehr aus, um ihre laufenden Ausgaben zu decken. Während in der Vergangenheit die Krankenkassen für die Betriebskosten und die Bundesländer für Investitionen aufgekommen seien, zwinge der Sparzwang die Bundesländer dazu, sich bei Investitionen zurückzuhalten.

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„Immer mehr Kliniken müssen daher auf alternative Finanzierungsinstrumente wie Bankdarlehen, Public Private Partnerships oder Technologiepartnerschaften zurückgreifen“, erklärte Oliver Rong, Partner im Kompetenzzentrum Pharma & Healthcare von Roland Berger Strategy Consultants.

Ein anderes Finanzierungsmittel, das sich in den USA bereits seit Jahren als wichtiger Bestandteil der Krankenhausfinanzierung etabliert habe, sei Fundraising – also das Einwerben von Spenden- und Sponsorengeldern. „US-amerikanische Kliniken nehmen durch aktives und strategisches Fundraising durchschnittlich 5,8 Millionen Dollar jährlich ein“, so Rong.

Laut Studie sind deutsche Kliniken von solchen Ergebnissen noch weit entfernt, der deutsche Fundraising-Markt bietet großes Potenzial. „Privatpersonen haben 2011 rund 2,3 Milliarden Euro gespendet“, erläuterte Rong.

Davon seien sieben Prozent an Projekte im Gesundheitswesen gegangen. Zudem seien von rund 18.000 Stiftungen in Deutschland knapp 13 Prozent im Gesundheitswesen aktiv. „Zahlen wie diese zeigen deutlich, dass auch in Deutschland durchaus das Potenzial gegeben ist, durch Fundraising einen Teil der notwendigen Investitionen zu finanzieren“, so Rong weiter. © hil/aerzteblatt.de

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