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Medizin

Brusterhaltende Operation bei DCIS führt zu wiederholten operativen Eingriffen

Dienstag, 10. April 2012

Seattle – Frauen mit ductalem Carcinoma in situ (DCIS) erhalten nach einer brust­erhaltenden Operation häufig wiederholt weitere diagnostische und invasive Eingriffe. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Joann Elmore. Sie publizierten ihre Ergebnisse im Journal of the National Cancer Institute (doi: 10.1093/jnci/djs184).

Brusterhaltende Chirurgie ist die häufigste Behandlungsmethode bei ductalem Carcinoma in situ. Es hat sich herausgestellt, dass die Therapiemaßnahme eine wirksame Alternative zur kompletten Brustamputation ist. In den meisten Fällen ergibt sich jedoch im postoperativen Verlauf eine erhöhte Notwendigkeit und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für weitere diagnostische Maßnahmen, wie Mammographie oder invasive Methoden.

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Um herauszufinden, wie häufig diagnostische und invasive Eingriffe bei Frauen mit brusterhaltenden Operationen angewendet werden, untersuchten die Wissenschaftler die Daten drei großer Health-Care Systems in Massachusetts und Kalifornien. Alle Frauen, die aufgrund eines DCIS eine brusterhaltende Operation erhalten hatten, wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet und invasive und diagnostische Maßnahmen notiert.

So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass etwa 30,8 Prozent der operierten Frauen eine diagnostische Mammographie erhielten und dass 61,5 Prozent eine invasive Maßnahme auf der ipsilateralen Seite bekamen.

Die brusterhaltende Operation sei zwar nach wie vor der Goldstandard bei Frauen mit DCIS und habe prognostisch keinerlei Nachteile gegenüber einer kompletten Brustamputation, jedoch müssten die Frauen mit häufig anschließenden invasiven oder aber diagnostischen Eingriffen rechnen, so die Wissenschaftler.

Das sollten die Ärzte den Frauen bereits vor der brusterhaltenden Operation mitgeteilen, um ihnen die Entscheidung für oder gegen den brusterhaltenden Eingriff zu erleichtern, hieß es aus der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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