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Ärzteschaft

Einheitliche Bereit­schaftsdienst-Nummer startet am 16. April

Dienstag, 10. April 2012

Berlin – Am 16. April startet die bundesweite Nummer „116 117“ für den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) heute angekündigt. Zurzeit gibt es deutschlandweit mehr als 1.000 verschiedene Rufnummern für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, die teilweise täglich wechseln.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird von den KVen gemeinsam mit den niederge­lassenen Ärzten organisiert. Er ist für Kassen- und Privatpatienten gedacht, die in dringenden medizinischen Fällen eine ambulante ärztliche Behandlung benötigen und sich nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden.

„In Zukunft reicht es, wenn sich Patienten die 116 117 merken, sollten sie nachts oder am Wochenende krank werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Köhler.

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So funktioniert die neue Bereitschaftsdienstnummer: Patienten, die außerhalb der Praxissprechzeiten auf ambulante ärztliche Hilfe angewiesen sind und nicht wissen, wo sich zum Beispiel die nächste Bereitschaftsdienstpraxis befindet, wählen die 116 117.

Ihr Anruf wird an den ärztlichen Bereitschaftsdienst in ihrer Nähe weitergeleitet – je nach Organisation des Dienstes direkt zu einem diensthabenden Arzt oder einer Bereitschaftsdienst-Leitstelle. Ist eine automatische Weiterleitung nicht möglich, übernimmt ein Service-Center die Vermittlung. Die bisherigen regionalen Telefonnummern bleiben als zusätzlicher Service zur 116 117 vorerst erhalten.

Die Europäische Union hatte auf Initiative der KBV und der KVen die „116 117“ im Jahr 2009 europaweit für den ärztlichen Bereitschaftsdienst reserviert. Deutschland ist das erste Land, das die Nummer einführt. Sie wird ab 16. April ohne Vorwahl und unentgeltlich fast überall im Land erreichbar sein.

„Mit der 116 117 wird es für die Bürger wesentlich einfacher, ambulante ärztliche Hilfe zu erhalten, wenn die Praxen geschlossen haben. Damit verbessert sich für Millionen Versicherte, die jährlich den Bereitschaftsdienst der KVen nutzen, der Service“, lobte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU).   hil

© hil/aerzteblatt.de

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