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Pneumologen betonten Bedeutung des extrakorporalen Lungenersatzes

Dienstag, 10. April 2012

München – Auf die Bedeutung der sogenannten extrakorporalen Membranoxygenierung (extracorporal membrane oxygenation, ECMO) hat die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hingewiesen. „Die Vorteile der ECMO gegenüber der Intubation, also der invasiven Beatmung durch eine Maschine über einen in die Luftröhre implantierten Schlauch, sind offensichtlich“, sagte Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Vizepräsident der DGP. Patienten mit chronischem Lungenversagen, die direkt mit dem extrakorporalen System behandelt werden, seien wach, könnten essen und im Bett ein Trainingsprogramm gegen Muskelabbau absolvieren.

Für Patienten mit schwerem Lungenversagen, die trotz maximaler intensivmedizinischer Therapie mit künstlicher Beatmung nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können, stellt die ECMO oft die letzte Therapieoption dar. „Im Prinzip wird bei der ECMO das Blut über eine Vene oder Arterie des Patienten in einen Membranoxygenator geleitet, der Kohlendioxid aus dem Blut entfernt und es mit Sauerstoff anreichert“, erläuterte Michael Pfeifer von der Universität Regensburg, Klinik Donaustauf und Klink Barmherzige Brüder, Regensburg.

Das so aufbereitete Blut fließt dann zurück in das Blutgefäßsystem des Patienten. Im Gegensatz zu einer Nierendialyse wird das Kohlendioxid dabei nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft herausgefiltert. Insgesamt erlaubt die ECMO laut der Fachgesellschaft eine adäquate Oxygenierung, die nicht nur effektiver, sondern auch lungenschonender ist als eine künstliche Beatmung.

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Im Gegensatz zur Beatmung könne sich die Lunge bei der ECMO bereits während des Verfahrens und nicht erst anschließend langsam erholen, was die Langzeitprognose des Patienten erheblich verbessere. „Komplikationen wie Blutungen, Thromboembolien und Infektionen können zwar auftreten, sind aber selten“, so Pfeifer. © hil/aerzteblatt.de

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