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Politik

Jahrbuch Sucht 2012: Legale Suchtmittel sind das größte Problem

Donnerstag, 12. April 2012

dpa

Berlin – Der Suchtmittelkonsum in Deutschland ist in den letzten Jahren nahezu gleich geblieben. Dies geht aus dem jetzt vorgestellten Jahrbuch Sucht 2012 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor. Das Hauptproblem des Suchtmittelkonsums liegt ihr zufolge nach wie vor bei den legalen Substanzen. Die DHS fordert daher  effektive Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen, Verkaufsreduzierung und Werbeeinschränkungen. Darüber hinaus müssten in der Prävention die unter­schiedlichen Problematiken von Männern und Frauen sowie die soziale Benachteiligung stärker berücksichtigt werden.

Der Alkoholkonsum ist im Jahr 2010 um ein Prozent gesunken, wobei Bier ist nach wie vor das meist getrunkene alkoholische Getränk in Deutschland ist. Die 12-Monats­prävalenz für problematischen Alkoholkonsum liegt bei den 18-64-Jährigen insgesamt bei 21,1 Prozent, bei Männern sogar bei 32,4 Prozent.

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Etwa ein Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen in Deutschland rauchen. Dabei spielt der soziale Status eine große Rolle:  Männer und Frauen mit niedrigem sozialen Status rauchen häufiger als die mit hohem Sozialstatus. Ferner sind konservativen Schätzungen nach 1,4 bis 1,5 Millionen Menschen in Deutschland abhängig von Medikamenten mit Suchtpotenzial.

Der größte Anteil der Arzneimittelabhängigen stammt aus der Altersgruppe der über 40-Jährigen. Obwohl alle psychotrop wirkenden Arzneimittel rezeptpflichtig sind, wird ein großer Teil dieser Mittel nicht wegen akuter medizinischer Probleme, sondern langfristig verordnet und dient zur Vermeidung von Entzugserscheinungen.

Um eine breite Öffentlichkeit zur Suchtproblematik zu informieren geht ab sofort die neue Website www.sucht-am-arbeitsplatz.de online. Nach Angaben der Betreiber, BARMER GEK und DHS, wird damit Deutschlands erste umfassende Internetplattform zur Suchtproblematik in Betrieben frei geschaltet. © ER/aerzteblatt.de

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